Verkehr
Ein Römer auf dem Moped, im Auto oder auf dem Fahrrad - oh je... Rette sich, wer kann! Gleich am ersten Tag wurde ich in einer Fußgängerzone beinahe von einer Dame auf dem Fahrrad angefahren, weil sie offenbar keine Bremsen und keine Klingel hatte. Überhaupt fahren die Römer wie sie gerade lustig sind - rote Ampeln sind für sie nur Vorschläge zum Anhalten und wo Zebrastreifen in Sicht sind, drückt man nochmal besonders aufs Gas, damit sich ja kein nerviger Fußgänger über die Straße traut - man müsste ja dann auf die Bremse treten.
Hotels
Hotels, Hotels, Hotels - überall Hotels. In fast jeder Straße und Seitengasse Roms hängt irgendwo ein "Hotel"-Schild an einem Haus. Es gibt keinen Flecken Roms, wo man nicht nächtigen könnte. Mein Hotel - in dem schön ruhigen Studentenviertel San Lorenzo im Osten der Stadt war allerdings miserabel. 125 Euro die Nacht für ein Einzelzimmer und miserable Zimmer: Ich hatte drei Nachtischleuchten im Zimmer, eine davon ging gar nicht. Das Fenster war klein und zugedeckt mit zwei Lagen Vorhängen - also dunkler kann es in einem Raum gar nicht sein. Die Klimaanlage funktionierte nicht und die Dusche tropfte die ganze Nacht. Die Minibar war leer und ausgestöpselt. Das Frühstück war dürftig - kein frisches Obst, überwiegend Croissants und Brötchen mit Marmelade. Fazit: Hotel Laurentia, Rom, San Lorenzo, nicht empfehlenswert.
Lecker und günstig Essen in Rom
Nun, es gibt bestimmt unzählige Rankings über Restaurants und Bars in Rom, wo man die vermeintlich besten Lokalitäten finden mag, aber nicht jeder hat einen gut gefüllten Geldbeutel und kann sich 30-100 Euro pro Abendessen leisten - gerade Studenten zum Beispiel. Ein richtig gutes Lokal, das vor allem abends ab 21 Uhr sehr gut gefüllt ist und für sehr wenig Geld richtig deftig gutes Essen liefert, ist die Pizzeria Gallo Rosso auf der Via Tiburtina, vor allem auf dem ersten Stock sehr gemütlich - nicht verpassen: Bruschetta Melanzane - am besten gleich zwei bestellen - dazu Formaggio und als Hauptgang natürlich eine Pizza.
Für Sehenswürdigkeiten hatte ich leider nicht so viel Zeit, aber in Rom ist jede Straßenecke eine echte Sehenswürdigkeiten - dazu kommen noch die vielen grandiosen Bauten von Kollosseum bis zum Petersdom, ach, für Rom braucht man zwei Wochen und einen guten Reiseführer! Mama mia! Ciao!
Immer wieder werden Entwicklungsländer als die größten CO2-Sünder in den deutschen Medien verspottet, der gemeine Bürger meint die offensichtlichen Übeltäter zu kennen. Aber auf keinen Fall ist Deutschland einer von den Sündern. Stimmt es so?
Eine CO2 Milchmädchenrechnung mal anders:
China ist eines der größten Länder der Welt, sowohl Flächen- als auch Bevölkerungsmässig:
| China | Deutschland | |
|---|---|---|
| Fläche | 9.640.821 km² | 357.021 km² |
| Einwohner | 1.345.751.000 | 82.060.000 |
| CO2 Ausstoß | 3.473.600 Tonnen | 837.425 Tonnen |
Flächenmäßig ist China 27 mal größer und hat 16 mal mehr Einwohner als Deutschland, rechnet man Deutschlands CO2 Ausstoß mit diesen Zahlen hoch, ergibt es folgenden CO2 Ausstoß für Deutschland:
- 22.610.475 Tonnen hoch gerechnet auf die Fläche Chinas, sowie
- 13.398.800 Tonnen hoch gerechnet auf die Bevölkerung Chinas.
Damit hat Deutschland einen 3,8-6,5 mal größeren CO2 Ausstoß als China, wenn man sich nichts schön redet.
Dies spiegelt sich auch im Pro-Kopf CO2 Ausstoß dieser Statistik, auf 1000 Deutsche entfällt ein CO2 Ausstoß von 10,1591 Tonnen, während auf 1000 Chinesen nur 2,65908 Tonnen entfallen (3.8 mal mehr Emissionen als China). Ein ignorierter Fakt ist, dass die Pro-Kopf Emissionen eines Chinesen auch zum Teil exportierte Emissionen, z.B. eines Deutschen, sind, da China nicht nur sich selber sondern auch den Großteil der Welt im Zuge der Globalisierung mit Waren und Dienstleistungen versorgt. Ein sehr schönes Tool zu Pro-Kopf CO2 Emissionen Weltweit findet sich bei Google mit dem man auch nachvollziehen kann wie Industriestaaten immer mehr CO2 Ausstoßen (z.B. Australien!) während die Schwellen- und Entwicklungsländer in der Statistik eher marginal ansteigen.
| China | Deutschland | |
|---|---|---|
| Waldfläche | 163.480.000 ha | 10.740.000 ha |
Also, worauf basiert die Begründung, dass China ein CO2-Sünder ist? Sollte es zu einem Bürgerkrieg kommen und China in 5-6 Kleinere Nationen zerfallen, wird es dann insgesamt weniger CO2 in der Welt? Macht es überhaupt Sinn den Gesamtausstoß der Länder miteinander zu vergleichen, und dabei die Größe sowie Bevölkerungszahlen der Länder komplett zu ignorieren? Wieso wagt sich keiner dran den CO2-Ausstoß der EU mit China zu vergleichen?
Was heißt das ganze im Klartext? Mit der Industrie Deutschlands kann man keine 1.345.751.000 Menschen ernähren, somit kann man den CO2 Ausstoß Chinas nicht mit dem von viel kleineren Ländern vergleichen, alles andere ist Meinungsmache. Statt die Entwicklungsländer zu unterdrücken, sollte Deutschland mit seinem 6. Platz der CO2-Emissions-Charts, bzw. alle Industriestaaten, selber die Emissionen senken damit der Klimawandel, welcher hauptsächlich, bzw fast ausschließlich, von den Industrieländern verursacht wurde, aufgehalten werden kann. Gleichzeitig sollten die Industrieländer den Entwicklungsländern entsprechendes Know-How und Technologie kostengünstig überlassen, damit veraltete Technologien mit hohen CO2 Emissionen keine Alternative zur umweltfreundlichen Technologien darstellen können. Das ist aber mit unseren Patenten, Lizenzen und sonstigen kapitalistischen Interessen nicht vereinbar, deshalb hetzt man lieber die armen Säue dieser Welt durch das Mediendorf und wirft ihnen Egoismus und Verschmutzung "unserer" Welt vor. Dass die Armen arm bleiben damit wir weiter in Saus und Braus leben können, kann nicht eine Lösung sein.
Ich bin schon gespannt auf den üblichen Aufschrei der "sauberen" Industriestaaten über die "dreckigen" Entwicklungs- und Schwellenländer in Kopenhagen.
P.S.: Statt China kann man auch andere Schwellenländer zum Vergleich heranziehen, mit selben Ausgang.
Die Bundestagswahl 2009 steht an, am 27. September ist es so weit. Wer noch unentschieden ist, welche Partei wirklich zu ihm passt, für den gibt es ein paar Online-Tools, mit denen man seinen Standpunkt mit dem der Parteien vergleichen kann:
- Der bereits bekannte Wahl-O-Mat
Außerdem:
- Wer steht zur Wahl? eine Übersicht der Bundeszentrale für politische Bildung
- Bundestagswahlen bei WDR Leicht NRW zentrische Infosammlung
- Bundestagswahlen bei der ARD Infosammlung der ARD
- Wahlkompass von Greenpeace Alle Parteien wurden hier systematisch zu Umweltthemen und ihren parteipolitischen Vorstellungen dazu befragt
- Musterstimmzettel zur Bundestagswahl 2009 für alle die keine Überraschungen mögen
Im Prinzip ist es mir egal, wen ihr wählt - Hauptsache ihr wählt die Partei aus, mit der ihr euch am meisten identifizieren könnt, und nicht weil Oma, Opa, Eltern und der Nachbar die SPD/CDU ja auch schon immer gewählt haben. Wir haben schließlich kein Nur-Zwei-Parteien-System...
Macht diese Wahlen zu den Wahlen der kleinen Parteien, was man bekommt wenn man die CDU/SPD wählt, haben wir in den vergangenen 4 Jahren gesehen. Also am besten das Kreuz bei Die Piratenpartei machen, für ein freies + sicheres Internet. ;-)


