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US-Präsident Obama hat auf seiner Europa-Reise ein Mammutprogramm hinter sich gebracht - G20, NATO-Gipfel, EU-Besuch in Prag und der Türkei-Besuch. Dabei hat er wegweisende Anmerkungen in Reden, Pressekonferenzen und Town-Hall-Meetings gemacht. Wer den Wortlaut noch einmal genauer unter die Lupe nehmen möchte, findet hier die direkten Verweise auf diese Niederschriften.Link zur Niederschrift der Rede von Obama und der Q&A beim Town-Hall-Meeting in Straßburg
Link zur Niederschrift der Anmerkungen des US-Präsidenten in einer Pressekonferenz in London am 02. April 2009
Link zur Niederschrift der Rede von Präsident Obama in Prag am 05. April 2009
Link zur Niederschrift der Rede von Obama vor dem türkischen Parlament in Ankara am 06. April 2009
... und einmal in bewegten Bildern.
US-Präsident Obama beim Town Hall mit Studenten in Straßburg (Video)

(oben: Kohlekraftwerk Grevenbroich; flickr commons: jonasclemens)
Der NASA-Wissenschaftler James Hansen hat zusammen mit seiner Frau einen sehr eindringlichen Brief zum Thema "Verhinderung einer Klimakatastrophe" an Barack und Michelle Obama geschrieben, der bspw. beim Guardian einsehbar ist. Hier folgend eine Kopie davon:
(Kommentar+Kritik meinerseits: Der Brief zeigt die besorgniserregende Schere zwischen notwendigen Maßnahmen und aktuellen Maßnahmen gegen den Klimawandel und fordert zum Handeln auf. Hansen hat vollkommen Recht, dass Kohlekraftwerke so schnell wie möglich abgeschaltet und eine echte CO2-Steuer eingeführt werden müssen. Er unterschlägt in seinen Vorschlägen aber eindeutig die Potenziale der Erneuerbaren Energien wie Photovoltaik, Solarthermie, Wind, Biogas, Biomasse, etc. und fokussiert sich stattdessen auf den Ausbau und die weitere Erforschung von modernen Atomkraftwerken, die ohnehin - wie er selbst sagt - erst 2025-2030 zur Verfügung stehen werden. Es ist inzwischen erwiesen, dass gerade die großflächige Solarthermie oder auch dezentrale Photovoltaik-Anlagen den Strombedarf der gesamten Menschheit decken könnten - nur der politische Wille fehlt.)
Bill (33 Jahre alt) schreibt zum Beispiel:
"Holy crap! I almost forgot what a real presidential press conference was supposed to be like. I like his transparency, what with having all his advisers lined up behind him for all too see. It's shaping up to be a whole new kind of American leadership...friggin' fantastic!"Dieses Amerika gefällt. Egal was die Obama-Administration letztendlich leisten wird, eins ist sicher: Der Präsident ist intelligent, besonnen und am Puls der Zeit. Das hat es mindestens seit 8 Jahren nicht gegeben. Das macht wieder Hoffnung. Hoffnung macht auch die Wahl des Inhalts der Pressekonferenz, z.B. sein nachdrücklicher Hinweis auf sein Bestreben die amerikanische Autoindustrie zur Produktion von sparsameren Fahrzeugen zu bewegen - notfalls mit Gesetzen. Das Transkript findet sich hier .
Der türkisch-stämmige Anchorman der Youngturks hat einen sehr interessanten Kommentar zur Wahl von Obama gebracht, der zeigt, wie sehr die Welt sich nach einer vernünftigen US-Regierung gesehnt hat:
"It's a new day" singt Will I Am! Der Produzent des berühmten Obama-Songs Yes we can, hat einen neuen coolen Song fabriziert. Feiern!
Damit ist die mächtigste Position in der US-Regierung hinter Barack Obama besetzt. Der Stabschef der US-Regierung gilt als ein "Co-Präsident", der bei nahezu allen Angelegenheiten des Präsidenten an seiner Seite ist, seinen Tagesablauf plant und vorbereitet, aber auch Koordination und Überwachung des gesamten Personals der Regierung übernimmt. Somit wird Rahm Emanuel die wichtigste Person im Weißen Haus gleich nach Obama sein.
Steckbrief Rahm Emanuel
Geb. * 29. November 1959 in Chicago
Verheiratet, 3 Kinder
Partei: Demokrat
Amt: seit 2002 im US-Repräsentantenhaus für den 5. Bezirk von Illinois (bereits drei Mal wiedergewählt)
Arbeit/Beruf: B.A. Ballett und Tanz, Master of Arts in Rede und Kommunikation;
in 1991 sehr erfolgreicher Spendenbeschaffer für Bill Clinton's Wahlkampf, danach von 1993-98 politischer Berater im Weißen Haus unter Bill Clinton;
1998-2002 Investmentbanker bei einer Investmentbank der Dresdner Bank in Chicago (wird dadurch mehrfacher Millionär)
Co-Autor des Buchs The Plan: Big Ideas for America
Weiterführende Informationen:
en.wikipedia.org
http://www.time.com/time/politics/article/0,8599,1856965,00.html
Hier noch ein paar Eindrücke von Emanuel in bewegten Bildern:
....es ist September 2009
....Du sitzt abends gegen 19:30 Uhr auf der Couch vor dem Fernseher
....gemütlich switchst Du durchs Programm
....schaust auf die Uhr und denkst Dir "Heute schau ich Gute Zeiten Schlechte Zeiten"
....Du schaltest also RTL ein und gehst noch kurz zum Kühlschrank
....zurück auf der Couch, schaust Du auf die Uhr, gleich gehts los!
....Plötzlich taucht das Gesicht von Angela Merkel und Guido Westerwelle auf
....Merkels Stimme sagt "Im Folgenden sehen Sie einen Wahlwerbespot der CDU / CSU und der FDP
....aufgeregt schaltest Du auf ARD, SCHOCK! Genau der gleiche Spot, Merkel redet gerade über ihre Kindheit
....schnell umgeschaltet auf Sat.1! Oh, mein Gott! Exakt dieselbe Wahlwerbung läuft auch auf Sat.1!
....ZDF! WIEDER Merkel & Westerwelle
....ProSieben! UNMÖGLICH! Auch hier läuft der Spot! Untermalt von klassischer Musik sehen wir Kinderfotos von Guido Westerwelle.
....Vielleicht ja auf SuperRTL Glück! NEIN! Frau Merkel kommentiert Bilder von einer Familie, die mit ihrem Wagen an der Tankstelle steht.
....Letzte Hoffnung VIVA, unglaublich.......auch hier Wahlwerbung der CDU!
....Du schaltest den Fernseher aus.
....15 Minuten später machst Du wieder den Fernseher an, jetzt muss die Wahlwerbung doch endlich vorbei sein!
....WEIT GEFEHLT! Frau Merkel wird jetzt beim Käsekuchen essen mit Rentnern gezeigt. Dazu Filmmusik aus Forrest Gump.
....Erst nach insgesamt 30 Minuten endet die Wahlwerbung und erleichtert lehnst Du Dich wieder in die Couch.....
So oder so ähnlich fühlten sich gestern Abend bestimmt einige Amerikaner als sie abends vor dem Fernseher saßen. Barack Obama hat Geschichte geschrieben. Er hat zum ersten Mal in der US-Geschichte 30 Minuten Sendezeit auf sieben Sendern zur gleichen Zeit gekauft und gestern lief der 27 Minuten lange Spot. In der Regel ist Wahlwerbung in den USA zwischen 25 und 60 Sekunden lang. Kostenpunkt? Geschätzte 3 Millionen Dollar.
In Deutschland natürlich undenkbar. Nicht nur finanziell gesehen, sondern an sich. Wer wäre von 30 Minuten Angie Merkel und Guido Westerwelle angetan? Oder Steinmeier? In summa hätte so ein Spot in Deutschland einen Negativeffekt.
In den USA? Die Reaktionen von Medienleuten ist durchweg positiv, wie zum Beispiel in der Huffington Post. Die 27 Minuten Wahlwerbung ist eben nicht 08/15-Propaganda, sondern teils Dokumentation der Probleme, teils Offenlegung der eigenen Lösungsvorschläge. Natürlich kommt die Inszenierung der Person Barack Obama nicht zu kurz.
Aber man muss das im Kontext dessen sehen, was in den letzten Wochen und Monaten an Gerüchten über ihn gestreut worden ist. Dieser Spot sollte deshalb vor allem ehrlich und hautnah zeigen, dass Obama "einer von uns" ist, also jemand, dem man vertrauen kann. Wie die Huffington Post richtigerweise sagt, ist dieses Video einfach ein Meisterstück der Filmkunst. Es lässt den Hauptakteur sehr menschlich und sympathisch rüberkommen.
Das braucht auch das amerikanische Wahlvolk, um ein Bild von Obama wieder geradezurücken, was von der McCain-Kampagne mutwillig entstellt worden ist. Nach all den schmierigen Attacken aus dem McCain-Lager, sind diese 27 Minuten einer positiven Botschaft von und über Barack Obama ein bisschen frische Luft im Wahlkampftreibhaus.
Interessant: In den gesamten 27 Minuten attackiert Obama seinen politischen Gegner nicht ein einziges Mal. Der Name "John McCain" fällt nicht ein Mal.
Und hier die teils sehr bewegenden 27 Minuten, die in die Geschichte eingehen werden; viel Vergnügen:
Und zum Vergleich ein typischer McCain-Wahlwerbespot, der nur auf fear-mongering aus ist:
Da zittert sogar das Bild vor Angst. ROFL.
Und schaut auch morgen wieder hier vorbei! Denn morgen erklärt Obama weltexklusiv, dass er auch seine Briefmarkensammlung an fünf Freunde verschenkt hat!!!!!!! Und das zu jeweils GENAU 20% !!! (Es mussten einige Briefmarken zerschnitten werden, aber das verschweigt Obama, weil er sich ein bisschen dafür schämt)
Martin Klingst hat in der ZEIT-Ausgabe vom 23.10.2008, Nr. 44, ein Loblied über Barack Obama geschrieben mit dem Titel "Die richtige Wahl". Der Herausgeber des Blatts, Josef Joffe, ist ganz offener Anhänger von John McCain und ist nach Ansicht einiger Blogger ein Neocon und Kriegstreiber.
Zu dem Artikel von Klingst über Obama gibt es folgendes Titelbild (siehe Link), eine Photomontage, die offensichtlich kindliche Hände hinter dem Rücken gehaltenzeigt in einem dunklen Raum, in der linken ein Fähnchen mit der amerikanischen Flagge nach unten gehalten - die Stars & Stripes quasi auf dem Kopf - und in der anderen einen 1-Million-Dollar-Schein mit einem strahlenden Obama in der Mitte, seinem Logo rechts neben ihm und dem demokratischen Esel, das Parteimaskottchen der Demokraten links.
Die Bildunterschrift zu diesem Bild:
"Das neue Idol für viele Amerikaner: Ein kleiner Junge trägt Obama sogar auf einem Dollar-Schein"
Nun hat offensichtlich ein Leser genauso wie ich bemerkt, dass die Bildunterschrift absolut nicht dazu passt und - viel bedeutender - die bildliche Aussage auch entgegengesetzt zur Aussage des Artikels ist. Hier die zwei Zitate aus zwei der Kommentare unter dem Artikel:
"Obama auf einem 1 Million Dollar Schein und die amerikanische Fahne
gen Boden gerichtet. Sieht das nach Idol aus? Das Bild ist offenbar
eine Photomontage aus dem McCain-Lager. Schauen Sie sich das Bild noch einmal an, Herr Klingst. Ich würde es
an ihrer Stelle ersetzen, denn es passt absolut nicht zu Ihrem Artikel.
Ein Obama auf dem 1 Million Dollar Schein ist wie eine düstere Prognose
einer Hyperinflation unter einem Präsidenten Obama. Wann sonst sollte
es einen 1-Million-Dollar Schein geben, wenn nicht in einer Zeit von
Inflation? Und warum sollte es so schnell einen Obama auf einem Dollar
geben? Das ist ein Hinweis auf seinen vermeintlichen Größenwahn. Die
amerikanischen Flagge gen Boden gerichet, auf den Kopf gestellt in
einer düsteren Umgebung. Ist das ein Zeichen von Stolz? Im Gegenteil. Ich weiß nicht, wer Sie da beraten hat und ob die Herausgeber der
ZEIT da einfach nicht mehr so genau hinschauen, was sie herausgeben,
aber bitte räumen Sie mit diesem Fehler auf und stellen Sie Menschen
ein, die solche Dinge überprüfen, bevor sie veröffentlicht werden....."
"...noch ein kleiner Zusatz zu meinem Kommentar von eben: Der kleine Junge, der diesen 1-Million-Dollar-Schein und die Flagge gen Boden gerichtet trägt, ist ein Symbol für das Erbe. Er wird nach Aussage des Bildes die Inflation erben. Auf dem Dollar-Schein ist sogar der demokratische Esel abgebildet - das ist genau das, was das neokonservative Lager im Moment behauptet: "Die Demokraten werden uns und unsere Kinder mit ihrer Übermacht in Kongress, Senat und Weißen Haus in die Inflation und die Depression stürzen.
Lange Rede - kurzer Sinn: Folgender Spot von Barack Obama hat mich auf Judd Greenstein aufmerksam gemacht, der fabelhafte instrumentale Musik macht. Check it out! (vor allem "Sing Along" und "Looking Up")
Aber ich hätte nicht gedacht, dass Rassismus und Hass zum wesentlichen Bestandteil der Wahlkampfveranstaltungen von John McCain werden. Seine Anhänger beschimpfen nun fast in jeder Wahlkampfveranstaltungen seinen demokratischen Mitbewerber Barack Obama als Terroristen, Verräter und fordern dazu auf ihn zu töten. Unfassbar ist aber vor allem, dass McCain und seine Kampagne diese Zwischenrufe dulden. Noch unfassbarer ist, dass McCain und seine Berater diese Stimmung gegen die PERSON Obama anheizen.
Es geht nicht mehr um Inhalte. McCain und seinem Stab geht es nur noch darum einen Schleier von 'strangeness' über Obama zu legen, nach dem Motto "Wir wissen nichts über ihn. Er hängt mit Terroristen ab und verschweigt so ziemlich alles über sein Privates. Wer ist Barack Obama wirklich?". Diese eindeutig auf Angstverbreitung ausgerichteten Wahlkampfspots gegen die Person Barack Obama heizen Angst und Hass unter den Rechten aus dem Republikaner-Lager an.
Und obwohl dieses fear-mongering nun sogar zu offener Aufforderung zu Gewalt gegen Obama führt, fahren die Wahlkampfverantwortlichen McCains weiter diesen Kurs. Jede berechtigte Kritik prallt an ihnen ab.
Folgendes Video, das größtenteils Ausschnitte von MSNBC zeigt, fasst einen Großteil der Entwicklungen in den letzten Tagen zusammen:
Folgendes Video zeigt einen Kommentar von einem youtube-channel names "The Young Turks", den ich ganz interessant fand:
Bei einer Wahlkampfveranstaltung von Präsidentschaftskandidat der Republikaner John McCain, genauer gesagt bei einer Fragerunde, zeigte sich gleich mehrmals hintereinander, was McCains Anhänger über Barack Obama, einem jahrelangen Dozenten für Verfassungsrecht, einem aktuellen Senator des Bundesstaats Illinois, einem patriotischen Amerikaner, denken und vermeintlich "wissen".
Diese blanke Dummheit war so real und erdrückend, dass selbst McCain seinen Opponenten Obama, der im Moment in den Umfragen 8-9 Prozentpunkte vorne liegt, in Schutz nahm.
Was sauer aufstößt: Mit dieser unerträglichen Dummheit breiter Massen spielten McCains Berater die letzten Monate und verbreiteten über Dritte "Gerüchte" über Obama, er sei ein Muslim oder sei Gutfreund mit Terroristen. Hier das traurige Ergebnis des Ganzen:
(Man kann McCain nur danken, dass er diese Leute unterbrochen hat und einige Dinge klargestellt hat. Es wurde für ihn selbst unerträglich) (Das zweite Video zeigt eine längere Version des Ganzen sowie einen Mob, der Obama öffentlich als Terroristen beschimpft - völlig sinnlos)
Er hat es geschafft. Barack Obama hat nach 16 Monaten Wahlkampf genügend Delegierte der Demokraten hinter sich bringen können und schlägt Konkurrentin und Präsidentengattin Hillary Clinton am Ende doch eindeutig mit über 230 Delegierten Vorsprung.Jetzt heißt es endlich Demokraten vs. Republikaner, Barack Obama gegen John McCain. Nach über 25 Jahren wird kein Clinton oder Bush im Weißen Haus das wichtigste Amt der Welt übernehmen. Und viele sehen den 46-jährigen Senator aus Ilinois gegenüber dem 71-jährigen Republikaner John McCain mit den weitaus besseren Chancen im November zu gewinnen.
Dass Hillary Clinton seine Vize-Präsidentschaftskandidatin wird, ist zu bezweifeln. Trotz der geringen programmatischen Unterschiede verkörpert sie immernoch eine Politik der "alten" Ära. Insbesondere eine Politik, die in erster Linie die Interessen der diversen Lobbyisten berücksichtigt, noch vor den Interessen der einfachen Bürger.
Obama ist und bleibt ein Phänomen, eine Bewegung, eine Welle. Wenn man spontan an Obama denkt, fallen einem Wörter und Phrasen wie "Hope" "Yes we can!" und "Change" ein. In erster Linie abstrakte Begrifflichkeiten, die er beginnt mit Inhalt zu füllen. Auf einen Punkt gebracht will Obama alles anders machen als Bush in den letzten sieben Jahren. Und allein das macht Hoffnung. Denn die vielen Milliarden Dollar, die Bush den Reichen des Landes per Steuererleichterung "schenkte" oder in einem sinnlosen Irakkrieg verpulverte, hätten die vor der Rezession stehenden Vereinigten Staaten von Amerika sehr gut für Schulen, Universitäten, Infrastruktur und ein neues Gesundheitssystem gebrauchen können.
Trotz der vielen skeptischen Kommentoren, die Zweifel haben in Bezug auf einen Wandel der Außenpolitik mit Obama, ist ziemlich klar, dass ein Präsident Obama zusammen mit seinen demokratischen Kollegen einen echten innenpolitischen Bruch bringen wird, also wahrhaftig "Change".
Bildquelle: Flickr Creative Commons - Jetheriot
Auf youtube unter http://www.youtube.com/user/BarackObamadotcom wird es bald wohl die Video-Aufnahme zu sehen geben (bisher noch nicht erschienen).
Eine sehr wichtige und auch interessante Rede, die wieder einmal zeigt mit welcher Weisheit und Auffassungsgabe er gesegnet ist.

"people say Obama's words are just words...
but...
when was the last time "words" weren't important...???...
when was the last time a great leader didn't use words to lead...??...
when was the last time a person didn't use words to describe how they felt...?...
when was the last time "words" weren't empowering...?...
and we can all recall the last time "words" were used to divide us and install fear...
Bush used words to fear us into voting for him the second time around...
terror this...
terror that...
nuclear here...
weapons of mass destruction there...
and those words effected a lot of people's choices...
Jeden Tag sehe ich mir seine täglich aktualisierten youtube-Videos an und bei manchen fange ich fast an zu weinen. Klingt komisch, ist aber so. Es ist nicht nur, was er sagt. Es ist nicht nur seine Vision einer responsiven demokratischen Führung, eines neuartigen Miteinanders und Füreinanders in dem "Bowling Alone"-Land, es ist auch eine intuitiv wahrnembare Aura der Echtheit, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, die von ihm ausgeht. Obama ist anders als andere Politiker, die man klischeehaft im Kopf hat.
Er hat ein Gespür für die wirklichen Probleme der Menschen in seinem Land. Wenn er über die Probleme in seinem Land redet und Lösungsvorschläge unterbreitet, sagt er es mit einer glaubhaften Betroffenheit, die echter wirkt als bei anderen Politikern. Irgendwie kauft man ihm ab, dass er - im Gegensatz zu anderen Politikern - die ökonomischen, sozialen und politischen Probleme lösen kann, weil er selbst nicht ruhen wird bis diese Probleme gelöst sind.
In seinem Buch, das ich gerade lese, "Hoffnung wagen" (oder "The Audacity of hope"), gewinnt man dieselbe Einsicht über ihn wie man sie aus den Wahlkampfauftritten gewonnen hat. Er hat das Potenzial wirklich ein anderer Präsident zu sein, als man es bisher gewohnt war.
Er verweist übrigens immer wieder auf Skeptizismus und Zynismus, der sich immer tiefer in unsere Gesellschaften gebohrt hat. Dieser Skeptizismus macht uns auf Dauer blind für Mut und Hoffnung. Dabei spielen gerade Mut und Hoffnung so eine wichtige Rolle für tatsächliches Einstehen und Kämpfen für das soziale Fortschreiten, für Frieden und Gerechtigkeit in unseren Gesellschaften und auf der Welt. Diesen Skeptizismus und Zynismus bezeichne ich oft auch als "Abwinken", das man so oft antrifft, wenn man mit Freunden, Verwandten und Bekannten über politische oder wirtschaftliche Entwicklungen spricht.
Obama ist jemand, der den Menschen wieder Hoffnung gibt, dass sie sich wieder aktiv einmischen und auch auf eine responsive Regierung vertrauen können, also eine Regierung, die sie und ihre Probleme nach der Wahl nicht ignoriert, sondern fortlaufend auf die Bürger und die Probleme eingeht.
Wie man sieht, überwiegt auch in mir die Hoffnung, dass das nicht alles ein politisches Spiel ist; dass Obama uns nicht nur gut täuscht, sondern mit seinem Politikstil und seiner Vision "echt" ist. Zumindest merke ich gerade, wie Skeptizismus und Zynismus auch mich über die Jahre eingenommen hat. Zu oft wurde man von der Politik enttäuscht. Barack Obama ist meines Erachtens aber endlich ein guter Grund, um wieder Hoffnung zu wagen. Ich denke, dieses Mal lohnt es sich!

YES WE CAN!
http://www.youtube.com/watch?v=-iVAPH_EcmQ
AWESOME.
:)
Bei seinem jüngsten Auftritt in Iowa merkt man, dass er sehr professionell trainiert wird. Sein Redefluss wirkt überzeugend, teils mitreißend, seine Botschaften sind an den richtigen Stellen pointiert. Zudem merkt man, dass er nun versucht viel mehr mit Emotionen zu arbeiten. Und das gelingt ihm auch. Noch vor ein paar Monaten wirkte er bei solchen Massenveranstaltungen eher hölzern, steif und einfarbig. Heute wirkt Obama echt, menschlich und für alle greifbar.
In seinem Vorwahlkampf (gegen Hauptkonkurrentin Hillary Clinton) wird Barack Obama neuerdings von der TV-Ikone Oprah Winfrey unterstützt, was zu einem massiven Aufschwung bei Obamas Umfragewerten geführt hat.
Die insgesamt ca. 50 Minuten des Auftritts in Iowa (Teil 1 und Teil 2) lohnen sich anzusehen, wenn man seine Wahlkampf-Rede noch nicht am Stück gesehen hat. Im Prinzip wiederholt er seinen 30-Minuten-Vortrag nun bei fast allen seiner Auftritte vor seinen Parteifreunden und Unterstützern. Aber er wird von Mal zu Mal besser, wie ich finde.




...noch ein kleiner Zusatz zu meinem Kommentar von eben: Der kleine Junge, der diesen 1-Million-Dollar-Schein und die Flagge gen Boden gerichtet trägt, ist ein Symbol für das Erbe. Er wird nach Aussage des Bildes die Inflation erben. Auf dem Dollar-Schein ist sogar der demokratische Esel abgebildet - das ist genau das, was das neokonservative Lager im Moment behauptet: "Die Demokraten werden uns und unsere Kinder mit ihrer Übermacht in Kongress, Senat und...
Ich weiß wirklich nicht, wie dieses Titelbild für diesen Leitartikel da hingekommen ist, aber wenn es nicht Dummheit war, dann war es mutwillige Propaganda von irgendwelchen Mitarbeitern bei der ZEIT."
Kann mich diesen Einschätzungen nur anschließen. Warum wurde das Bild immernoch nicht entfernt? Jeder, der auch nur ein paar Mal in der Schule eine "Bilduntersuchung" mit der üblichen Analyse von Hintergrund und Vordergrund gemacht hat und auch nur ein bisschen Hintergrundwissen bezüglich Inflation, etc. hat, wird das Bild doch genau so verstehen, oder nicht?
Hier zum Vergleich z.B. ein 1-Milliarde-Mark-Schein aus der Weimarer Zeit (1923) nach extremer Hyper-Inflation (habe kein Bild bei flickr gefunden, das eine richtige Banknote zeigt, aber diese Gutscheine waren im Grunde ebenfalls Zahlungsmittel in dieser Zeit der Inflation):
Ich nehme an, dass entweder der Autor, Martin Klingst, oder ein Mitarbeiter bei der ZEIT dieses Titelbild ausgesucht hat. Entweder ist diese Person, die es ausgesucht hat, jemand, der unterschwellige Botschaften manipulativ einsetzt oder eine absolute Niete in der Bildinterpretation und hat das Bild aus einem Pool samt Bildunterschrift rauskopiert und in den Artikel eingefügt, wobei dann derjenige, der die Bildunterschrift unter das Bild gesetzt hat, ebenso keine Ahnung von Bildern hat oder mutwillig unterschwellig manipulieren will.
Falls ich völlig paranoid und blind bin und der "Junge" auf dem Bild wirklich seinen 1-Million-Dollar-Schein mit seinem "Idol" darauf mit "Stolz" trägt, dann entschuldige ich mich für soviel crap text, aber ich vermute stark, dass hier etwas stinkt...
Bildquelle: chätzle