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Einen der meines Erachtens besten Kommentare zu den Ursachen von Amokläufen schrieb Claus Christian Malzahn auf Spiegel Online ( Was machen Ihre Kinder eigentlich gerade? ).

vater_und_sohn.jpg"Wer sich nicht um seine Kinder kümmert, macht sich schuldig"

"Es geht nicht um eine neue Diktatur im Kinderzimmer, sondern um lebendiges Interesse. Reden. Spaß haben. Sich ernst nehmen. Füreinander da sein. Man nennt das auch Familie."

"Das größte Problem sind Eltern, die ihren Job nicht machen."
Malzahn hat völlig Recht. Wenn Kinder vormittags in der Schule mit pädagogisch und psychologisch schlecht ausgebildeten Lehrern zu tun haben und nachmittags auch noch mit Eltern, die sich menschlich nicht wirklich um ihre Kinder kümmern, dann ist das Grundrezept für menschliche Tragödien in diesem Land geschaffen. Es führt nicht immer gleich zum Amoklauf, denn dazu gehören noch andere Faktoren,...

...aber jeden Tag bringen sich in diesem Land Kinder und Jugendliche selbst um oder versuchen es. Das sind tägliche Tragödien, die nicht weit und breit in den Nachrichten laufen, aber mindestens genauso für Empörung sorgen sollten. Wer die Statistiken dazu nicht kennt, sollte sich auf Wikipedia mit Suizid und Suizid-Versuchen in Deutschland beschäftigen. Alle 4 Minuten versucht sich jemand das Leben zu nehmen in diesem Land. Das sollte mal im N24-Ticker laufen.

Das Problem ist, dass diejenigen, die von Natur aus eine starke Psyche haben, sich in diejenigen, die sie nicht haben, oft nicht hineinversetzen können oder es überhaupt nicht erst versuchen. Wenn die Starken die Schwachen zudem auch noch mobben und dauerhaft kränken und es überhaupt niemanden gibt, der die Schwachen menschlich ernst nimmt und sie fördert, gehen diese an ihren Problemen zu Grunde. Wir als Gesellschaft müssen uns bewusst werden, was wir uns selbst durch diese Ignoranz antun.

Unsere Ellbogen-Gesellschaft mit Eltern auf "Forever-Young"-Egotrips und sozial inkompetenten Lehrern, mit dauernd steigendem Erfolgsdruck, einer Übersexualisierung und der Normalisierung von Gewalt in den Medien muss zwangsläufig bei von Natur aus psychisch schwachen Kindern und Jugendlichen zu Depressionen, Störungen, erhöhter Gewaltbereitschaft oder Selbstmordgedanken führen.

Kindergarten_Kinder_Unterricht.jpgEs fehlt an den Basics. Kinder brauchen echte Aufmerksamkeit und nicht bloß Taschengeld, Geschenke und hohle Versorgungsmentalität. Kinder brauchen Vertrauenspersonen, die vertrauenswürdig sind und sie ernst nehmen, ihnen einen konsequenten Lebensleitfaden anbieten, an denen sich die Kinder ausrichten können. Zu oft werden gekränkte Kinder weder getröstet noch motiviert. Das ist grundlegende Aufgabe von Eltern und Erziehern in Kindergärten und Schulen. Wenn diese Menschen ihre Aufgaben nicht erfüllen, ist das nicht "deren Sache", sondern die Sache der gesamten Gesellschaft - das geht uns alle an, nicht erst, wenn es nicht im Äußersten - einem Amoklauf - endet, sondern sehr viel früher.

Bildquelle: Flickr Commons, dariuszka & woodleywonderworks

An dieser Stelle möchte ich etwas veröffentlichen, das eigentlich im Jahre 2002 in unsere Abi-Zeitung kommen sollte. Ich habe damals kurz vor dem Abitur einen "offenen Brief an den Schulleiter" verfasst, in dem ich mich über zwei bestimmte Lehrer ausgelassen habe. Ich wollte damals eine kleine Revolution auslösen, wollte den Lesern zeigen, warum Deutschlands Bildung aus dem Treibsand nicht herauskommt.
Heute weiss ich, dass es diverse andere Gründe für unsere schulische Misslage gibt und ich hätte diesen Artikel heute anders geschrieben, aber im Kern hat dieser Artikel recht, weil er kein Blatt vor den Mund nimmt und genau das erzählt was sich aus meiner Sicht in diesen beiden Kursen abgespielt hat, aber lesen Sie selbst...

(dieser Brief ist nie bei dem Schulleiter meines ehem. Gymnasiums angekommen und wurde auch niemals gedruckt, Namen, Orte, etc. teilweise zensiert)

Das "Sin-Guez" - ein offener Brief an den Schulleiter

Sehr geehrter Herr R.,

Was ist ein Lehrer?

[aus dem Bertelsmann-Universal-Lexikon:
Lehrer, die Lehrenden aller Schularten, die Befähigung und Berechtigung zur Lehrtätigkeit haben.]

Es gibt Menschen an unserem Gymnasium, an dem ich neun Jahre lang Schüler war, die die Berufsbezeichnung "Lehrer" nicht verdienen, richtiger: diese Bezeichnung ist schlicht weg falsch. Ich möchte in dieser Schrift Namen nennen, Menschen analysieren, Unterricht an dieser Schule darstellen und somit ausdrücken, was nicht nur viele Abiturienten dieses Jahrgangs, sondern viele Schüler hier überhaupt fühlen, aber vor Hass oder Wut, vor Angst und Feigheit nicht genauer untersuchen bzw. nicht frei äussern. Dabei beschränke ich mich auf die Männer und Frauen, die ich während meiner Schullaufbahn ganz besonders gut kennen lernen durfte. Ich möchte vorweg erwähnen, dass ich hiermit weder jemanden persönlich beleidigen möchte oder einen Hass, eine Wut gegen diese "Lehrer" auslebe, weil diese Personen auch nur Menschen sind wie ich. Aber ich bin natürlich emotional berührt, traurig und aufgeregt, weil der Staat nicht fähig ist solche Menschen aus dem Berufsfeld "Lehrer" herauszuhalten " Personen, die von ihrem Wesen her nicht zu einem Lehrer taugen, die ihr Beamtenleben auskosten, auszusondern. Vielleicht ist es ja in Wirklichkeit unsere Aufgabe dieses zu tun, und nicht die des Staates. Meine Absicht ist im Wesentlichen diese Menschen blosszustellen, die einen Beruf (aus welchen Gründen auch immer) ergriffen haben, zu dem sie einfach nicht fähig sind: fachliche Inkompetenz, pädagogische Unfähigkeit und persönliche Instabilität beeinflussen uns Schüler negativ, im Einzelfall nehmen sie sogar von Grund auf intelligenten Kindern jegliche Motivation, zerstören jegliche persönlichkeitsbildende Entwicklungen und bewirken eine allmähliche Verdummung unserer Gesellschaft. Ich möchte hier noch einmal unterstreichen wie bedeutend und wichtig, wie essentiell notwendig mehr denn je und gerade in unserer Zeit ein Lehrer für die Entwicklung eines Schülers und somit für die Entwicklung unserer Gesellschaft ist und insofern eine Macht in seinen Händen hält, die nicht zu unterschätzen ist. Im Folgenden werde ich an konkreten Beispielen mehr zu dieser Thematik erläutern.
Folgende Männer und Frauen wissen nicht um ihren Einfluss oder missbrauchen ihn, haben keine Ahnung von Pädagogik bzw. Unterricht und wirken durch ihr Wesen zerstörerisch auf uns Schüler:
Herr Z., macht rein äusserlich einen sachlichen und gebildeten Eindruck. Ich hatte das (Ironie:an)Vergnügen(Ironie:aus) seit der 11 mit ihm das Fach Physik durchzustehen.
Meine durchschnittliche Leistung in diesem Fachbereich in Unter- und Mittelstufe war sehr gut bis gut. Damals unterrichtete uns der kompetenteste Physik-Lehrer, den ich je kennengelernt habe: Herr Y.. Ich hatte sogar vor, Physik zu studieren, weil es mir so viel Spass gemacht hatte und ich ziemlich gut war. Als ich dann in der Oberstufe sehr motiviert in die Physik-Stunden ging, verblich jeglicher Spass am Unterricht, jegliche Motivation wurde mir geraubt. Der "Lehrer" Herr Z. war der Inbegriff von Inkompetenz. Herr Z. ist ein fachlich beschränkter und zurückgebliebener Mann. Der häufigste Satz den man im Unterricht von Herr Z. zu hören bekommt, ist: "Da bin isch überfragt!" Ich konnte es damals vor drei Jahren nicht begreifen wie unlogisch, minderwertig, schwämmig, verwirrend statt lehrend, wie fachlich zurückgeblieben, ein erwachsener Mensch, ein Physik-Lehrer, der -zensiert-(eine hohe Stellung) des Städt. Gymnasiums -zensiert- unterrichtet. "Experiment", "Schülerversuch" und "Gruppenarbeit" sind Fremdwörter für ihn. Es gibt drei Arten, wie Herr Z. die Physik-Stunde vergehen lässt:

Nr.1: Herr Z. denkt, dass er Unterricht macht (80% aller Stunden)
Das Vorstellen von einem neuen Thema sieht folgendermassen aus " Herr Z. fragt in die Klasse(was so selten ist wie eine Mondfinsternis): "Was ist Energie?" Es melden sich mehrere Schüler. Herr Z. nimmt -zensiert-(ein Schüler) dran, der es dann zu erklären versucht, sich dabei Mühe gibt und absolut korrekt antwortet. Herr Z. grinst daraufhin und sagt , dass die Antwort falsch wäre, pickt sich einzelne Wörter der gegebenen Antwort heraus und stellt jedes Wort in Frage, vertieft seine schlichtweg dummen, themenfremden und sinnlosen Fragen wie: "Und wie gross ist das Weltall? Und woher weisst du das? Und warum bewegt es sich? Ich sehe keine Bewegung." Und das bis ins Unermessliche, bis wir Schüler an den Rand der Verzweiflung getrieben, den Glauben an die Vernunft verlieren. Nach 10 Minuten hin und her, das uns absolut gar nichts gebracht hat (Herr Z. wollte uns einfach nur vera******; das sah man an seinem ständigen Grinsen), holt der Mann dann seinen Spickzettel aus der Ledertasche, um dann seine für einen Physik-Lehrer absolut lächerliche Antwort zu geben: "Irjendwie weiss man noch nich was Energie eigentlich is. Im Grunde hatte -zensiert-(der Schüler) einige richtige Dinge erwähnt, ähhh, aber klare Definitionen ähhh kann ich euch jetzt so nich geben. Da bin isch überfragt". Wenn mir ein Mensch erklären könnte was nun 15 Minuten hirnloses Gelaber um absolut gar nichts mit folgendem geistigen Durchfall seitens des Lehrers mit dem Fach Physik zu tun hat, dann wäre ich diesem sehr dankbar.
Folgende halbe Stunde verbringt Herr Z. damit Zahlen und Buchstaben von seinem Blatt an die Tafel zu klatschen ohne auch nur einen Rechenschritt zu erklären. Bei den Unmengen an Fragen, die nach einer halben Stunde in Folge dieses unproduktiven Kreide- und Tintesterbens auftauchen, bräuchte man noch mal 45 Minuten Zeit, um allein die Fragen zu bearbeiten. Wenn in einer anderen Stunde dann Zeit dazu da ist, erklärt Herr Z. so verwirrend die einzelnen Rechenschritte in einer deutschfremden Sprache, die durchlöchert ist mit "ähhhs" und "öhhhs", unvollständig ohne Verb und Nomen, zusammenhangslos, so dass wiederum noch mehr Fragen auftauchen. Dabei entdecken wir Schüler manchmal sogar gravierende Rechenfehler, die, in der vom Lehrer aufgezeigten Formel-Herleitung auftauchen, später aber wie vom Himmel gefallen die richtige Formel da steht. Das ist der Beweis, dass Herr Z. einfach nur von seinem Spickzettel hirnlos abschreibt und gar nicht bei der Sache ist, da er noch nicht einmal fehlerlos abschreiben kann.
Wenn man konstruktive Fragen hat, die praxisbezogen technischer Art sind, stösst man auf Unwissen: "Da bin isch überfragt. Das ist ähh.... Bereich Elektronik, die Richtung, äöööhhh...das kann ich dir jetzt so nich sagen, also...." Nehmen wir was einfacheres: Wenn es um theoretische Aspekte des Faches wie Lichtmodelle geht, kann ein Physik-Lehrer natürlich nicht sagen, dass er davon keine Ahnung hat; damit würde er ja zugeben, dass er als Lehrer fehl am Platze ist. Nein, Herr Z. ist schon so weit, dass er einfach Schwachsinn erzählt und einfach falsche Aussagen macht. Er bezeichnet das Strahlenmodell als "Theorie für Kinder"("wir dürfen die Kleinen ja nicht mit Teilchentheorie erschrecken, die würden ja Panik kriegen" " dabei meinte er das nicht ironisch oder belustigend, sondern wirklich ernst), und dieses Modell des Lichts hätte in der modernen Physik keine Bedeutung mehr. "Irjendwie wird immer wieder was Neues erfunden und die wissen selbst nich was das Richtige is, also....irjendwie..." Oder er erzählt z.b. irgendetwas über die Ausdehnung des Universums, was einfach falsch ist und wir dann beim Lesen im Buch erfahren wie es wirklich ist. Es ist traurig, wenn ein Physik-Lehrer nicht weiss, wie ein Generator von innen aussieht oder wie ein Dieselmotor funktioniert oder wer Nikola Tesla war bzw. wann er ungefähr gelebt hat, aber wenn dieser Mensch sich dann noch nicht einmal Stoff aneignet, der in unserem Physik-Buch steht, auf das er immer wieder verweist, und meint er müsste die Entwicklungen in der Physik-Forschung seit 1975 nicht mehr verfolgen, ja sogar ignorieren, dann verdient dieser Lehrer ein glattes "ungenügend". Aber das ist noch lange nicht der Gipfel.
Ich frage mich, ob dieser Unterricht noch im Bereich des Legalen liegt. Die Physik-Stunden beim Herrn Z. sind einfach destruktiv " in keiner Weise lernt man irgendetwas. Im Gegenteil: Nach einer Stunde ist man dümmer als vorher: Innerhalb 45 Minuten bekommt man ein bis höchstens zwei mal die Gelegenheit sich zu melden bzw. etwas beizutragen. Bei Rechenoperationen wurde noch NIE ein Schüler auch nur ansatzweise mit eingebunden, damit er die Rechenschritte nachvollziehen kann bzw. sich im Unterricht gefordert fühlt. Man bekommt fertige Formeln präsentiert, die man auch im Buch nachschlagen kann. Herr Z. ist nicht imstande irgendetwas für alle verständlich zu präsentieren. Wenn man sich dann über den Unterricht mit ihm unterhalten möchte, weil man dieses Gehirnzellensterben aufhalten will, rastet Herr Z. emotional aus. Er droht ernsthaft mit Benachteiligungen bei Abiturprüfungen ("Wenn ich dann bei euch in der Prüfung sitze, dann werden wir sehen wer schlauer ist") und kündigt mündliche Abfragungen an, und nur weil wir ihn darauf aufmerksam machen wollten, dass er nicht lehrt, sondern verwirrt. Dieser Vorgang war innerhalb der letzten Jahre die REGEL, d.h. tatsächlich 80% der Zeit leistete Herr Z. etwas, was man leider Unterricht nennt.

Nr.2: Herr Z. zeigt ein Experiment (diese Stunden kann ich wahrscheinlich an Händen abzählen)
Es ist natürlich erbärmlich genug, dass ein Physik-Lehrer ca. 10-15 Experimente innerhalb von drei Jahren Physik vorführt, aber die Spitze ist natürlich wie solche Stunden vonstatten gehen. Ein Beispiel:
Wir kommen in die Klasse. Kein Wort des Lehrers: Herr Z. baut ein Pendel im Schneckentempo auf, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Wir plaudern gelangweilt ca. 40(!) Minuten lang, malen im Heft rum, mein Kopf explodiert gleich vor Sinnlosigkeit, teilweise schlafen einige schon. Nach diesen sinnlosen 40 Minuten weckt uns ein lautes: "SO!" Das ist tatsächlich das erste Wort des Lehrers Z. an diesem Morgen. Weiss Gott, warum er noch mal 20 Minuten im Geräteraum war ohne sich blicken zu lassen, nachdem der Versuch nach satten 20 Minuten aufgebaut war. Dank sei Gott - er führt fort: "Hier haben wir ein, ähhh, schönes Pendel." Er stösst es ein paar mal an. "So, jetzt kömma ja, so....ja! Jetzt schalten wir den Strom an hier..." dauert ne Minute bis Herr Z. gemerkt hat, dass der Generator in die Steckdose angeschlossen werden muss. Dann bewegt sich das Pendel. "So....ähhh....das pendelt schön lang...." es gongt. "Oh, haben wir schon Schluuussss??!" Das ist KEIN WITZ. Diese Stunde fand tatsächlich statt! Ich fühlte Schmerzen am ganzen Körper vor Verzweiflung und Wut über die Sinnlosigkeit dieses Kurses, unserer Anwesenheit an diesem Morgen " eine solche "Verlächerlichung" unseres Gymnasiums. Diese inhaltslosen Experiment-Stunden sind die Regel. So selten wie sie sind, so überflüssig sind sie auch.
In drei Jahren Physik wurde vielleicht ein Schülerexperiment gemacht, das nie ausgewertet wurde. Physik ist ein Fach, das von Versuchen lebt, von praktischen Beispielen, von der Nachvollziehung theoretischer Sachverhalte durch experimentelle Durchführung.
Dieser Lehrer scheint entweder kein Interesse daran zu haben uns irgendetwas zu vermitteln oder er lebt in seiner Traumwelt und meint, dass er als Lehrer bequem von seinem Blatt ablesen kann und ab und zu prüfen muss. Er denkt wahrscheinlich, er wäre ein Hochschulprofessor, der Vorlesungen hält, aber noch nicht einmal dazu ist er in der Lage. Er denkt nicht daran Jugendliche zu lehren, ihnen etwas beizubringen, auf verschiedene Arten vorzutragen, damit sie lernen zu erfassen, und er damit ein wenig pädagogisch wirken könnte. Eher möchte er Zeit totschlagen, weil er keine Lust hat uns zu lehren, oder einfach unfähig ist irgendein Experiment vorzustellen, weil ihm einfach die fachlichen Kenntnisse fehlen.

Nr.3: Herr Z. macht nichts. (15% der Stunden)
Sie werden es nicht glauben. Der Gipfel ist erreicht: ca. alle 7 Physik-Stunden gibt es keinen Unterricht. Entweder er kommt herein und sagt, "isch hab noch etwas zu tun", und kommt nach einer halben Stunde wieder, oder er liest und schreibt 45 Minuten lang in seinem Kursheft und wir sterben vor nichts tun, oder er labert 35 Minuten lang über seine Erlebnisse während seiner Schulzeit und prahlt mit seiner Durchsetzungsfähigkeit gegenüber autoritären Personen und lässt uns dann glücklicherweise 10 Minuten vor Schluss gehen, oder er lässt uns nach 5 Minuten gehen, weil er keine Lust auf Unterricht hat oder zu einer "Konferenz" muss.


Ich wüsste gerne, was Herr Z. in sein Kursheft schreibt. Offensichtlich ist Herr Z. schon eine lange Zeit Lehrer an unserer Schule. Daraus schliesse ich, dass er die o.g. Vorgänge nicht dokumentiert.

Herr Z. ist eine clevere Person. Da er keinen Unterricht macht(man kann sich als Schüler durchschnittlich 1,5 mal pro Stunde zu irgendetwas äussern), ist es einfach nicht möglich Zensuren zu verteilen. Deshalb prüft er ein mal pro Semester, diejenigen, die das Fach "mündlich" haben, schriftlich. In den letzten drei Semestern hat er allerdings gewusst, dass keiner von uns über ein "ungenügend" hinauskommen würde und deshalb nicht geprüft und Noten verschenkt. Objektiv betrachtet waren wir, diejenigen die keine Klausuren geschrieben haben, alle mit "ungenügend" zu bewerten. Herr Z. kühlte unser brodelndes Gemüt mit einer Notenskala von 3- bis 3+ ab. Damit war er aus dem Schneider. Niemand hatte das Bedürfnis sich zu beschweren oder das Ganze bei Ihnen zu melden.
Wenn man nur ein bisschen Vernunft in sich trägt, fragt man sich wie diese Katastrophe von Lehrer überhaupt so weit gekommen ist. Von anderen Schülern, sowie von Eltern und sogar anderen Lehrern habe ich erfahren, dass sich niemand so richtig traut über einen an unserer Schule so etablierten Lehrer etwas zu sagen. Es nütze ja nichts darüber zu reden, weil die einzige logische Konsequenz eine Entlassung wäre. Der Status als Beamter ist bequem. Seine Leistungen werden nicht kontrolliert. Seine Leistungen tragen nicht zu Gewinn oder Verlust eines Unternehmens bei. Er steht nicht unter dem Druck des Wettbewerbs auf dem Arbeitsmarkt. In der Industrie ist es allerdings so: Der bessere Arbeitnehmer, derjenige der etwas leisten kann und will, der langfristig effektiv und gut seinen Job macht, der wird eingestellt und kein bequemer Taugenichts. Leider hat er aufgrund seiner Position einen gewissen Einfluss und somit entsteht kein entschlossener Widerstand gegen dieses Unrecht.
Ich kann dazu sagen, dass Herr Z. den kritischen Stimmen in dem Kurs immer hart gedroht hat und wir somit mundtot gemacht wurden. Hinzu kamen die geschenkten Noten, die uns besänftigten.......bis jetzt!
Hiermit will ich alle gepeinigten Schüler ansprechen:
Wehrt euch gegen diesen Lehrer. Sagt ihm einfach offen und kühl die Wahrheit. Wenn er sich nicht ändern will oder kann: Schreibt das auf, was im Unterricht vorgeht, redet mit dem Vertrauenslehrer, erzählt es euren Eltern und geht schliesslich zum Schulleiter. Und traut euch gemeinsam als Kurs oder Klasse! Wir Schüler müssen uns genug gefallen lassen, aber wenn ein Lehrer nicht lehrt, dann müssen wir uns so einen Müll von Unterricht nicht bieten lassen.

Frau Z. lehrte mich zwei Jahre lang Englisch in einem Grundkurs. An diesem Beispiel möchte ich aufzeigen wie ein Lehrer die Entwicklung eines Charakters, eines Individuums, das Heranreifen einer Person manipuliert, deformiert und sogar enorm unterdrückt.

Nr. 1: Bildliche, unsachliche Darstellung
Man muss sich das Konzept "Lehren" bei Frau Z. bildlich folgendermassen vorstellen: Dem/Der Schüler(-in) wird eine Backform auf den Körper geschlagen. Mit impulsartigem Nachdruck wird diese Form auf den Körper dieses Schülers/dieser Schülerin gepresst, damit Kopf und Beine dadurch abgetrennt werden können. Dann steckt Frau Z. den Schüler/ die Schülerin mit einer leidenschaftlichen Schadenfreude in den heissen Ofen, um diese kopf- und beinlosen Schüler und Schülerinnen dann entweder verkohlen zu lassen oder so weit fertig zu backen bis sie sich der Backform vollständig anpassen, ein neuer hohler Schädel entsteht, kurze Beine aus dem Gesäss wachsen und krank grinsende Mäuler nach mehr Emanzipation schreien. Danach würde die Lehrerin dann diese geformten, geschlechtslosen, grinsenden aber roboterähnlichen Zwerge vor Freude adoptieren und mit ihnen in die Cafeteria ziehen. Dort bekommt jeder einen Aufkleber "I LOVE THE USA!" auf die Stirn gepappt und jeden Morgen gibt es dann leckere Vokabelmilchsuppe und Gedankenlese-flakes. Dann können die Monsterzwerge jeden Gedanken der Lehrerin lesen und im Unterricht wiedergeben. Es gibt ja auch immer nur eine Meinung, die richtig ist, nicht wahr?

Nr.2: sachliche Darstellung
Frau Z. ist fachlich eigentlich ausgesprochen gebildet. Sie ist bestrebt aktuelle Themen zu behandeln und beherrscht Rechtschreibung und Grammatik(was leider nicht üblich ist). Kurz gesagt: Frau Z. ist also das perfekte Englisch-Buch. Wirklich? Nein, sie tut nur so und meint sie wäre so perfekt. In jeder Stunde muss alles nach ihrem Plan laufen. Wenn sich ein Schüler zu einer Frage meldet, wird zunächst zwischen weiblich und männlich unterschieden. Männliche Schüler werden von Grund auf mit brutaler Skepsis drangenommen. Bevor man überhaupt das erste Wort über die Lippen bringt, runzelt Frau Z. die Stirn zu Gebirgsanhäufungen. Wenn man dann auch noch nicht das gesagt hat, was sie gerade im Kopf hat, nicht das gesagt hat was als erster Punkt auf ihrem Konzept steht, dann hört man ein lautes: "WHAAAAT???!!!!" und dann nimmt sie einen anderen dran. Diese respektlose Art mit einem Beitrag von einem Schüler umzugehen sucht seinesgleichen. Selbst wenn der Beitrag absolut richtig und nur mit anderen Worten umschrieben ist, um Worte aus einer vorliegenden Quelle zu umgehen, hört man einen lauten Seufzer. Daraufhin gibt sie die gleiche Antwort, die der Schüler bereits gegeben hatte wieder mit ein bis zwei anderen Wörtern, die lediglich der Verschönerung dienen. Dabei macht sie eine böse Miene und guckt einen hasserfüllt an, als ob man durch zwei Wörter, die nicht auf ihrem Konzept stehen, eine ungenügende Leistung gebracht hätte. Grundsätzlich geht sie nie auf die Antwort des Schülers ein. Anstatt zu sagen "Ja, richtig, aber versuch� es etwas anders auszudrücken,..." oder "das ist falsch, weil...., du hast hier und hier dich falsch ausgedrückt....,..." versprüht Frau Z. jede Stunde Aggressivität und ihre Wut. Wenn man kurz überlegt, wenn einem die Vokabel nicht einfällt, ist der typische O-Ton: "Klasse 5 Unit 6!!!" oder "Klasse 7 Unit 2!!!!" Dabei stehen die Vokabeln gar nicht an diesen Stellen der entsprechenden Lehrbücher, aber das nur nebenbei! Mit solchen sinnlosen Bemerkungen, die wie das Amen in der Kirche jede Stunde vorkommen, will sie uns nur zeigen wie gross doch ihr Gedächtnis ist(dabei denkt sie sich die Klassen und Units aus) und wie dumm wir Schüler sind, die in der Unterstufe und Mittelstufe nichts gelernt haben und sie, die grosse Englisch-Ikone uns alles noch einmal beibringen muss, es aber nicht tut, sondern uns blossstellt und innerlich auslacht. Man merkt wie sie mit den Füssen schart und sich riesig freut, wenn Schüler sich blossgestellt fühlen und rot anlaufen müssen, weil sie eine Meinung zu etwas ausgedrückt haben, die Frau Z. nach wenigen Augenblicken mit Getöse auslacht und als Unsinn abstempelt, weil nur sie Recht hat. Dann grinst sie, wackelt eingebildet mit dem Kopf und sagt nach einem Seufzer: "Oh dear....!" Man kann nichts lernen in diesem Unterricht. Als Schüler steht man andauernd unter Spannung, weil man nachdenken muss, was Frau Z. jetzt gerade denkt und was nun die einzigmögliche Antwort sein könnte. Jede Stunde herrscht eine aggressive Grundstimmung, weil die Lehrerin manchmal versucht uns zu siezen, aber von vornherein mit einer unglaublichen Respektlosigkeit in den Unterricht geht. Wenn man sagt, dass die USA und G.W. Bush Kriegstreiber sind und diese Meinung durch Beispiele unterstreicht, weicht Frau Z. aus, und verherrlicht das Land durch die Ideale des "American Dream". Bei Textinterpretationen ist man schon darauf eingestellt, dass man nicht kreativ denken darf und sich eigene Deutungsversuche machen darf. Frau Z.�s Deutungen sind allgemeingültig. Selbst wenn in Fachliteratur andere Ansätze als möglich vorgestellt werden, ist nur ihre Deutung relevant. Die eigenen Denkprozesse werden abgeblockt und ein kreativer Beitrag des Schülers wird immer verdrängt. Dabei steht diese einzigartige negative Stimmung im Unterricht immer im Vordergrund. Diskussion ist ein fremder Begriff für diesen Lehrer. Das ist auch unvorstellbar mit ihr. Sie versucht erst gar nicht dazu anzuregen oder eine Hypothese zu stellen, die man anzweifeln und kritisch betrachten kann. Nein, es gibt nur richtige Antworten und falsche. Und sogar die Beiträge, die von Frau Z. kommen sind nicht immer richtig. Wenn man sie dann darauf aufmerksam macht, dass z.b. der gepanzerte Wagen in dem Film von den Briten und nicht von der IRA ist, stellt sie sich taub und wiederholt die falsche Tatsache etliche Male. Dabei ignoriert sie einfach jede Richtigstellung. Sie denkt, sie wäre unfehlbar, weil Schüler sowieso nie mehr wissen könnten als ein Lehrer. Sie benimmt sich so furchtbar respektlos wie ein kleines Kind, so ignorant und uneinsichtig wie ein alter Greis.
Ihre Lieblingsschüler sind oft emanzipierte Mädchen, die viele Fragen stellen und im Grunde nichts beitragen.
Das Gesamtbild dieser Frau spiegelt sich in der einzigartigen Korrektur und Bewertung der Klausuren und Klassenarbeiten wieder. Jegliche Kreativität, jede Gestaltung und Entfaltung wird vernichtet. Im Gegensatz zum Unterricht wird jeder Satz kleinlich und pingelig in der Luft zerfetzt. Wörter, die ihr nicht passen werden als Wortfehler angestrichen. Wenn ein Satz für sie überflüssig erscheint, aber zur Einleitung oder als Gedankenstütze für den Leser gedacht ist, was sehr positiv bei anderen Lehrern bewertet wird, wird er einfach weggestrichen. Die Klausur ist übersäht vom masslosen roten Gekritzel. Teilweise wirklich sinnlose Korrekturen, die wahrscheinlich kein Lehrer der Welt machen würde. Sogar Wörter, die Frau Z. nicht kennt, die aber im Oxford stehen, werden einfach als Wortfehler angestrichen. Das kann doch nicht sein! Formulierungen und Ausdrücke, die SIE zwar nicht gebraucht, aber die in der Sprache durchaus üblich sind, gelten als falsch. Wenn man sich nun beschwert und dieses Unrecht darstellt, trifft man auf unglaublich stabile Ignoranz. Man denkt: Ich versteh die Welt nicht mehr! Der Stil, samt Formulierungen und speziellen Ausdrücken, den man seit Jahren bei anderen Lehrern erfolgreich benutzt hat, wird auf einmal als vollkommen falsch dargestellt. Ganz davon abgesehen herrscht keine Meinungsfreiheit. Wenn man in einer offenen Aufgabe("Discuss..../Put your opinion on ....") seine Meinung zu einem Thema äussert, was auch verlangt wird, und sogar Beispiele bringt etc., nimmt sich diese Frau auch noch heraus diese Meinung zu bewerten! Eine Meinung, die nicht mit ihrer übereinstimmt gilt oft als nicht stichhaltig, verkehrt u. ä. . Diese Unverschämtheit ist masslos und zerstört jede Persönlichkeit. Sie ist so fanatisch in ihrer Korrektur, dass man ihr nach ein paar Klausuren abkauft, dass sie wahrscheinlich richtig liegt in ihrer Bewertung und dass man letztendlich an sich selbst zweifelt, aber keine Fehler an sich findet, die logisch erscheinen. Manche Schüler verfallen deswegen sogar in Depressionen und werden krank. Ja richtig: Diese Lehrerin macht krank! Sie lehrt nicht " sie macht krank!

Als höherstehende Person mit Überblick und Einsicht in die Details sollte man sich diesem katastrophalen Problemfall widmen und genauer hinschauen. Wenn man sich alleine die Notensprünge bei einem Lehrerwechsel zu Frau Z. anschaut, die bei den meisten Schülern auftreten dann muss einem etwas auffallen. Oder schauen Sie sich die korrigierten Klausuren doch selbst einmal an und bilden Sie sich selbst ein Urteil über diesen Schwachsinn von Korrektur. Genauso wünschte ich mir vielleicht einen spontanen Besuch im Unterricht. Wenn Sie zwei Jahre mit Frau Z. Unterricht hätten, würden Sie aus ihrer Position heraus alles unternehmen, um künftige Jahrgänge nicht mit dieser Frau zu verderben.

Leider fehlten mir in meinen Ausführungen oft die richtigen Worte vor überkochenden Emotionen, die unvermeidlich sind. Ausserdem tut es mir leid, dass ich erst jetzt auf diese "Lehrer" aufmerksam mache " aber irgendjemand muss den Anfang irgendwann mal machen. Das marode Bildungswesen in Deutschland ist weit genug unterentwickelt wie man spätestens nach PISA weiss, aber wenn dann selbst in diesem Schulwesen, Menschen wie die o.g. als Lehrer tätig sind, dann ist es nicht verwunderlich dass sogar intelligente Schüler vorzeitig die Schule verlassen, persönliche Probleme haben, und in Extremfällen sogar ausrasten, weil sie ihre Machtlosigkeit und Verzweiflung nicht anders auszudrücken wissen.
Nach 9 Jahren Gymnasium kann ich auch auf meine eigene geistige Entwicklung zurückblicken, die wesentlich von der Schule abhängig ist, und ich kann sagen, dass ich in dem Unterricht dieser Lehrer eine Blockade, eine Hemmung dieser Aufwärtsbewegung erfahren habe. Diese Blockade erfahre nicht nur ich, sondern viele andere Schüler auf dieser Schule. Ich möchte nicht, dass das weitergeht und diese Lehrer nie zur Rechenschaft gezogen werden für ihre destruktive Art, für ihre Inkompetenz und Unfähigkeit, für ihre Bequemlichkeit und ihre Ignoranz, für ihren Schülerhass und ihre Instabilität, dafür dass sie sich mit Stolz "Lehrer" nennen und es einfach nicht sind. Das haben sie nicht verdient.
Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass es an unserem Gymnasium extreme Gegenbeispiele gibt. Ich hatte mit Lehrern zu tun, die mich fasziniert und motiviert und einfach positiv geprägt haben; Lehrer, die ich bis an mein Lebensende nicht vergessen werde, die wirklich ihren Beruf lebten und zeigten, dass sie Pädagogen, Lehrer und auch Vertraute waren und sind. Diese besonderen Menschen möchte ich namentlich hervorheben: Herr Bank, Herr Nordhausen, Herr Hasse, Herr Scheidt, Herr Piel.
Danke.