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US-Präsident Obama hat auf seiner Europa-Reise ein Mammutprogramm hinter sich gebracht - G20, NATO-Gipfel, EU-Besuch in Prag und der Türkei-Besuch. Dabei hat er wegweisende Anmerkungen in Reden, Pressekonferenzen und Town-Hall-Meetings gemacht. Wer den Wortlaut noch einmal genauer unter die Lupe nehmen möchte, findet hier die direkten Verweise auf diese Niederschriften.Link zur Niederschrift der Rede von Obama und der Q&A beim Town-Hall-Meeting in Straßburg
Link zur Niederschrift der Anmerkungen des US-Präsidenten in einer Pressekonferenz in London am 02. April 2009
Link zur Niederschrift der Rede von Präsident Obama in Prag am 05. April 2009
Link zur Niederschrift der Rede von Obama vor dem türkischen Parlament in Ankara am 06. April 2009
... und einmal in bewegten Bildern.
US-Präsident Obama beim Town Hall mit Studenten in Straßburg (Video)
Irgendwie war die erste Pressekonferenz des designierten Präsidenten Obama wie ein Zug frischer Luft, wie wenn man morgens das Fenster aufmacht und tief einatmet. Viele Kommentare von Amerikanern auf youtube deuten in dieselbe Richtung.
Bill (33 Jahre alt) schreibt zum Beispiel:
Der türkisch-stämmige Anchorman der Youngturks hat einen sehr interessanten Kommentar zur Wahl von Obama gebracht, der zeigt, wie sehr die Welt sich nach einer vernünftigen US-Regierung gesehnt hat:
"It's a new day" singt Will I Am! Der Produzent des berühmten Obama-Songs Yes we can, hat einen neuen coolen Song fabriziert. Feiern!
Bill (33 Jahre alt) schreibt zum Beispiel:
"Holy crap! I almost forgot what a real presidential press conference was supposed to be like. I like his transparency, what with having all his advisers lined up behind him for all too see. It's shaping up to be a whole new kind of American leadership...friggin' fantastic!"Dieses Amerika gefällt. Egal was die Obama-Administration letztendlich leisten wird, eins ist sicher: Der Präsident ist intelligent, besonnen und am Puls der Zeit. Das hat es mindestens seit 8 Jahren nicht gegeben. Das macht wieder Hoffnung. Hoffnung macht auch die Wahl des Inhalts der Pressekonferenz, z.B. sein nachdrücklicher Hinweis auf sein Bestreben die amerikanische Autoindustrie zur Produktion von sparsameren Fahrzeugen zu bewegen - notfalls mit Gesetzen. Das Transkript findet sich hier .
Der türkisch-stämmige Anchorman der Youngturks hat einen sehr interessanten Kommentar zur Wahl von Obama gebracht, der zeigt, wie sehr die Welt sich nach einer vernünftigen US-Regierung gesehnt hat:
"It's a new day" singt Will I Am! Der Produzent des berühmten Obama-Songs Yes we can, hat einen neuen coolen Song fabriziert. Feiern!
Wie Reuters berichtet, steht der Stabschef der zukünftigen Obama-Administration bereits fest. Es wird - wie sich bereits ankündigte - der jüdische Kongressabgeordnete Rahm Emanuel aus Chicago sein.
Damit ist die mächtigste Position in der US-Regierung hinter Barack Obama besetzt. Der Stabschef der US-Regierung gilt als ein "Co-Präsident", der bei nahezu allen Angelegenheiten des Präsidenten an seiner Seite ist, seinen Tagesablauf plant und vorbereitet, aber auch Koordination und Überwachung des gesamten Personals der Regierung übernimmt. Somit wird Rahm Emanuel die wichtigste Person im Weißen Haus gleich nach Obama sein.
Steckbrief Rahm Emanuel
Geb. * 29. November 1959 in Chicago
Verheiratet, 3 Kinder
Partei: Demokrat
Amt: seit 2002 im US-Repräsentantenhaus für den 5. Bezirk von Illinois (bereits drei Mal wiedergewählt)
Arbeit/Beruf: B.A. Ballett und Tanz, Master of Arts in Rede und Kommunikation;
in 1991 sehr erfolgreicher Spendenbeschaffer für Bill Clinton's Wahlkampf, danach von 1993-98 politischer Berater im Weißen Haus unter Bill Clinton;
1998-2002 Investmentbanker bei einer Investmentbank der Dresdner Bank in Chicago (wird dadurch mehrfacher Millionär)
Co-Autor des Buchs The Plan: Big Ideas for America
Weiterführende Informationen:
en.wikipedia.org
http://www.time.com/time/politics/article/0,8599,1856965,00.html
Hier noch ein paar Eindrücke von Emanuel in bewegten Bildern:
Damit ist die mächtigste Position in der US-Regierung hinter Barack Obama besetzt. Der Stabschef der US-Regierung gilt als ein "Co-Präsident", der bei nahezu allen Angelegenheiten des Präsidenten an seiner Seite ist, seinen Tagesablauf plant und vorbereitet, aber auch Koordination und Überwachung des gesamten Personals der Regierung übernimmt. Somit wird Rahm Emanuel die wichtigste Person im Weißen Haus gleich nach Obama sein.
Steckbrief Rahm Emanuel
Geb. * 29. November 1959 in Chicago
Verheiratet, 3 Kinder
Partei: Demokrat
Amt: seit 2002 im US-Repräsentantenhaus für den 5. Bezirk von Illinois (bereits drei Mal wiedergewählt)
Arbeit/Beruf: B.A. Ballett und Tanz, Master of Arts in Rede und Kommunikation;
in 1991 sehr erfolgreicher Spendenbeschaffer für Bill Clinton's Wahlkampf, danach von 1993-98 politischer Berater im Weißen Haus unter Bill Clinton;
1998-2002 Investmentbanker bei einer Investmentbank der Dresdner Bank in Chicago (wird dadurch mehrfacher Millionär)
Co-Autor des Buchs The Plan: Big Ideas for America
Weiterführende Informationen:
en.wikipedia.org
http://www.time.com/time/politics/article/0,8599,1856965,00.html
Hier noch ein paar Eindrücke von Emanuel in bewegten Bildern:
Bild: donavon (designforobama.org)
Ein altes englisches Sprichwort besagt:
Aktuelle Beispiele gefällig?
1) Vattenfall trägt in einem TV-Spot DICK grünen Lippenstift auf. Die Wahrheit? Vattenfall betreibt Image-Kosmetik mit solchen Desinformationskampagnen! Denn in Wahrheit kommt fast 80% (!) des Vattenfall-Stroms aus fossilen Energieträgern. Derzeit sind drei (!) neue Kohlekraftwerke im Bau bzw. in Planung.
2) Sarah Palin, die Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner in den USA, hat sich für $ 150.000 (!) aus Parteispenden von Otto-Normal-Bürgern neu eingekleidet und davon allein knapp $ 5.000 für Make-Up ausgegeben. Das macht sie leider nicht intelligenter.
Lassen Sie sich nicht verkohlen! ; Sarah Palin erklärt dem Iran den Krieg


"You put lipstick on a pig, it's still a pig"Auf deutsch so viel wie: "Ein bisschen Schminke oder Tusche macht das Schwein auch nicht schöner. Es bleibt ein Schwein."
Aktuelle Beispiele gefällig?
1) Vattenfall trägt in einem TV-Spot DICK grünen Lippenstift auf. Die Wahrheit? Vattenfall betreibt Image-Kosmetik mit solchen Desinformationskampagnen! Denn in Wahrheit kommt fast 80% (!) des Vattenfall-Stroms aus fossilen Energieträgern. Derzeit sind drei (!) neue Kohlekraftwerke im Bau bzw. in Planung.
2) Sarah Palin, die Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner in den USA, hat sich für $ 150.000 (!) aus Parteispenden von Otto-Normal-Bürgern neu eingekleidet und davon allein knapp $ 5.000 für Make-Up ausgegeben. Das macht sie leider nicht intelligenter.
Lassen Sie sich nicht verkohlen! ; Sarah Palin erklärt dem Iran den Krieg


Bild links: zeitrafferin
Bild rechts: Alaskan Dude
Das Sprichwort mit dem Schwein mit Lippenstift spielte auch im amerikanischen Wahlkampf im September eine Rolle und hat für viel Verwirrung gesorgt:
Nachschlag gefällig?
3) Mercedes-Benz oder auch BMW gehören zu den größten Freunden der Ölindustrie. Anders kann man sich nicht erklären, wieso die besten deutschen Autobauer, es nicht lassen können, ihre Autos UNNÖTIG schwer zu machen und sie mitunter dadurch mit enorm viel Motorleistung ausstatten. Aber dick grünen LIPPENSTIFT auftragen, ja, das fällt ihnen leicht.
Viel schlimmer jedoch die Forschungsarbeit: Mercedes-Benz forscht auch in die Richtung "mehr kW-Leistung und weniger Verbrauch" anstatt in die Richtung "weniger Gewicht, weniger kW-Leistung und noch noch noch viel viel viel weniger Verbrauch!" Die gutdenkerische WELT plappert fein nach Daimlers Schnauze "SPAR-MODELL von Mercedes. C-Klasse verbraucht fünf Liter und leistet 204 PS". Vielen Dank an Automobil-Lobby-Freund Axel Busse für die Eins-zu-Eins-Übernahme vom Daimler-Manuskript.
a) Wer zur Hölle braucht 200 PS, wenn er nicht gerade lebensmüde oder Rennfahrer von Beruf ist? Und das auch noch in einer C-Klasse von Mercedes? Ich bin zwar kein Autokenner, aber ich frage mich, ob man nicht eine C-Klasse mit 100 PS und 200kg weniger Gewicht entwickeln könnte, die dann zwar keine 200km/h fährt und auch nicht mehr so schnell beschleunigt, aber dafür dann nur noch 3-4 Liter Diesel im Schnitt verbraucht? Man muss kein Autokenner sein, um zu wissen, dass die Mercedes-Benz Ingenieure auch in diese Richtung hätten forschen können und nicht diesen Blödsinn mit Sportwagen-Leistung für Familienautos kolportieren.
b) Der Skoda Superb Greenline schafft genau denselben Verbrauch wie dieses SPAR-MODELL der C-Klasse, kostet ein Drittel weniger (!) und ist genauso luxuriös ausgestattet wie der Mercedes.
c) Dieses Beispiel zeigt, dass Mercedes-Benz völlig unverantwortlich produziert und auch noch für seine Klimaschweine Werbung macht. Die Entwicklungsarbeit für die Serien-Wagen zeigt, dass der Hersteller sich einen Dreck schert um weniger Gewicht, weniger unnötige Leistung, weniger Verbrauch. Wer auf diesen Schwachsinn ("mehr Leistung, weniger Verbrauch"), der über die Medien transportiert wird, reinfällt, ist selber schuld. Hätten Daimler, BMW und Co. auch nur einen Hauch Interesse an der echten Reduktion des Benzinverbrauchs, würden sie langsamere (170 km/h Höchstgeschwindigkeit reicht völlig für eine C-Klasse), leichtere und dadurch viel viel sparsamere Autos entwickeln. Medien-Leute wie Herr Busse von der Welt plappern die Werbeslogans nach und verbreiten damit unterschwellig die Botschaft "Wir brauchen meeeeeeeeeehr Leistuuuung!!!" Der Lippenstift steht Ihnen nicht...
Video: Neues Klimaschwein auf dem Markt

Bild: kainet
Bild rechts: Alaskan Dude
Das Sprichwort mit dem Schwein mit Lippenstift spielte auch im amerikanischen Wahlkampf im September eine Rolle und hat für viel Verwirrung gesorgt:
Nachschlag gefällig?
3) Mercedes-Benz oder auch BMW gehören zu den größten Freunden der Ölindustrie. Anders kann man sich nicht erklären, wieso die besten deutschen Autobauer, es nicht lassen können, ihre Autos UNNÖTIG schwer zu machen und sie mitunter dadurch mit enorm viel Motorleistung ausstatten. Aber dick grünen LIPPENSTIFT auftragen, ja, das fällt ihnen leicht.
Viel schlimmer jedoch die Forschungsarbeit: Mercedes-Benz forscht auch in die Richtung "mehr kW-Leistung und weniger Verbrauch" anstatt in die Richtung "weniger Gewicht, weniger kW-Leistung und noch noch noch viel viel viel weniger Verbrauch!" Die gutdenkerische WELT plappert fein nach Daimlers Schnauze "SPAR-MODELL von Mercedes. C-Klasse verbraucht fünf Liter und leistet 204 PS". Vielen Dank an Automobil-Lobby-Freund Axel Busse für die Eins-zu-Eins-Übernahme vom Daimler-Manuskript.
a) Wer zur Hölle braucht 200 PS, wenn er nicht gerade lebensmüde oder Rennfahrer von Beruf ist? Und das auch noch in einer C-Klasse von Mercedes? Ich bin zwar kein Autokenner, aber ich frage mich, ob man nicht eine C-Klasse mit 100 PS und 200kg weniger Gewicht entwickeln könnte, die dann zwar keine 200km/h fährt und auch nicht mehr so schnell beschleunigt, aber dafür dann nur noch 3-4 Liter Diesel im Schnitt verbraucht? Man muss kein Autokenner sein, um zu wissen, dass die Mercedes-Benz Ingenieure auch in diese Richtung hätten forschen können und nicht diesen Blödsinn mit Sportwagen-Leistung für Familienautos kolportieren.
b) Der Skoda Superb Greenline schafft genau denselben Verbrauch wie dieses SPAR-MODELL der C-Klasse, kostet ein Drittel weniger (!) und ist genauso luxuriös ausgestattet wie der Mercedes.
c) Dieses Beispiel zeigt, dass Mercedes-Benz völlig unverantwortlich produziert und auch noch für seine Klimaschweine Werbung macht. Die Entwicklungsarbeit für die Serien-Wagen zeigt, dass der Hersteller sich einen Dreck schert um weniger Gewicht, weniger unnötige Leistung, weniger Verbrauch. Wer auf diesen Schwachsinn ("mehr Leistung, weniger Verbrauch"), der über die Medien transportiert wird, reinfällt, ist selber schuld. Hätten Daimler, BMW und Co. auch nur einen Hauch Interesse an der echten Reduktion des Benzinverbrauchs, würden sie langsamere (170 km/h Höchstgeschwindigkeit reicht völlig für eine C-Klasse), leichtere und dadurch viel viel sparsamere Autos entwickeln. Medien-Leute wie Herr Busse von der Welt plappern die Werbeslogans nach und verbreiten damit unterschwellig die Botschaft "Wir brauchen meeeeeeeeeehr Leistuuuung!!!" Der Lippenstift steht Ihnen nicht...
Video: Neues Klimaschwein auf dem Markt

Bild: kainet
Stell Dir vor....
....es ist September 2009
....Du sitzt abends gegen 19:30 Uhr auf der Couch vor dem Fernseher
....gemütlich switchst Du durchs Programm
....schaust auf die Uhr und denkst Dir "Heute schau ich Gute Zeiten Schlechte Zeiten"
....Du schaltest also RTL ein und gehst noch kurz zum Kühlschrank
....zurück auf der Couch, schaust Du auf die Uhr, gleich gehts los!
....Plötzlich taucht das Gesicht von Angela Merkel und Guido Westerwelle auf
....Merkels Stimme sagt "Im Folgenden sehen Sie einen Wahlwerbespot der CDU / CSU und der FDP
....aufgeregt schaltest Du auf ARD, SCHOCK! Genau der gleiche Spot, Merkel redet gerade über ihre Kindheit
....schnell umgeschaltet auf Sat.1! Oh, mein Gott! Exakt dieselbe Wahlwerbung läuft auch auf Sat.1!
....ZDF! WIEDER Merkel & Westerwelle
....ProSieben! UNMÖGLICH! Auch hier läuft der Spot! Untermalt von klassischer Musik sehen wir Kinderfotos von Guido Westerwelle.
....Vielleicht ja auf SuperRTL Glück! NEIN! Frau Merkel kommentiert Bilder von einer Familie, die mit ihrem Wagen an der Tankstelle steht.
....Letzte Hoffnung VIVA, unglaublich.......auch hier Wahlwerbung der CDU!
....Du schaltest den Fernseher aus.
....15 Minuten später machst Du wieder den Fernseher an, jetzt muss die Wahlwerbung doch endlich vorbei sein!
....WEIT GEFEHLT! Frau Merkel wird jetzt beim Käsekuchen essen mit Rentnern gezeigt. Dazu Filmmusik aus Forrest Gump.
....Erst nach insgesamt 30 Minuten endet die Wahlwerbung und erleichtert lehnst Du Dich wieder in die Couch.....
So oder so ähnlich fühlten sich gestern Abend bestimmt einige Amerikaner als sie abends vor dem Fernseher saßen. Barack Obama hat Geschichte geschrieben. Er hat zum ersten Mal in der US-Geschichte 30 Minuten Sendezeit auf sieben Sendern zur gleichen Zeit gekauft und gestern lief der 27 Minuten lange Spot. In der Regel ist Wahlwerbung in den USA zwischen 25 und 60 Sekunden lang. Kostenpunkt? Geschätzte 3 Millionen Dollar.
In Deutschland natürlich undenkbar. Nicht nur finanziell gesehen, sondern an sich. Wer wäre von 30 Minuten Angie Merkel und Guido Westerwelle angetan? Oder Steinmeier? In summa hätte so ein Spot in Deutschland einen Negativeffekt.
In den USA? Die Reaktionen von Medienleuten ist durchweg positiv, wie zum Beispiel in der Huffington Post. Die 27 Minuten Wahlwerbung ist eben nicht 08/15-Propaganda, sondern teils Dokumentation der Probleme, teils Offenlegung der eigenen Lösungsvorschläge. Natürlich kommt die Inszenierung der Person Barack Obama nicht zu kurz.
Aber man muss das im Kontext dessen sehen, was in den letzten Wochen und Monaten an Gerüchten über ihn gestreut worden ist. Dieser Spot sollte deshalb vor allem ehrlich und hautnah zeigen, dass Obama "einer von uns" ist, also jemand, dem man vertrauen kann. Wie die Huffington Post richtigerweise sagt, ist dieses Video einfach ein Meisterstück der Filmkunst. Es lässt den Hauptakteur sehr menschlich und sympathisch rüberkommen.
Das braucht auch das amerikanische Wahlvolk, um ein Bild von Obama wieder geradezurücken, was von der McCain-Kampagne mutwillig entstellt worden ist. Nach all den schmierigen Attacken aus dem McCain-Lager, sind diese 27 Minuten einer positiven Botschaft von und über Barack Obama ein bisschen frische Luft im Wahlkampftreibhaus.
Interessant: In den gesamten 27 Minuten attackiert Obama seinen politischen Gegner nicht ein einziges Mal. Der Name "John McCain" fällt nicht ein Mal.
Und hier die teils sehr bewegenden 27 Minuten, die in die Geschichte eingehen werden; viel Vergnügen:
Und zum Vergleich ein typischer McCain-Wahlwerbespot, der nur auf fear-mongering aus ist:
Da zittert sogar das Bild vor Angst. ROFL.
....es ist September 2009
....Du sitzt abends gegen 19:30 Uhr auf der Couch vor dem Fernseher
....gemütlich switchst Du durchs Programm
....schaust auf die Uhr und denkst Dir "Heute schau ich Gute Zeiten Schlechte Zeiten"
....Du schaltest also RTL ein und gehst noch kurz zum Kühlschrank
....zurück auf der Couch, schaust Du auf die Uhr, gleich gehts los!
....Plötzlich taucht das Gesicht von Angela Merkel und Guido Westerwelle auf
....Merkels Stimme sagt "Im Folgenden sehen Sie einen Wahlwerbespot der CDU / CSU und der FDP
....aufgeregt schaltest Du auf ARD, SCHOCK! Genau der gleiche Spot, Merkel redet gerade über ihre Kindheit
....schnell umgeschaltet auf Sat.1! Oh, mein Gott! Exakt dieselbe Wahlwerbung läuft auch auf Sat.1!
....ZDF! WIEDER Merkel & Westerwelle
....ProSieben! UNMÖGLICH! Auch hier läuft der Spot! Untermalt von klassischer Musik sehen wir Kinderfotos von Guido Westerwelle.
....Vielleicht ja auf SuperRTL Glück! NEIN! Frau Merkel kommentiert Bilder von einer Familie, die mit ihrem Wagen an der Tankstelle steht.
....Letzte Hoffnung VIVA, unglaublich.......auch hier Wahlwerbung der CDU!
....Du schaltest den Fernseher aus.
....15 Minuten später machst Du wieder den Fernseher an, jetzt muss die Wahlwerbung doch endlich vorbei sein!
....WEIT GEFEHLT! Frau Merkel wird jetzt beim Käsekuchen essen mit Rentnern gezeigt. Dazu Filmmusik aus Forrest Gump.
....Erst nach insgesamt 30 Minuten endet die Wahlwerbung und erleichtert lehnst Du Dich wieder in die Couch.....
So oder so ähnlich fühlten sich gestern Abend bestimmt einige Amerikaner als sie abends vor dem Fernseher saßen. Barack Obama hat Geschichte geschrieben. Er hat zum ersten Mal in der US-Geschichte 30 Minuten Sendezeit auf sieben Sendern zur gleichen Zeit gekauft und gestern lief der 27 Minuten lange Spot. In der Regel ist Wahlwerbung in den USA zwischen 25 und 60 Sekunden lang. Kostenpunkt? Geschätzte 3 Millionen Dollar.
In Deutschland natürlich undenkbar. Nicht nur finanziell gesehen, sondern an sich. Wer wäre von 30 Minuten Angie Merkel und Guido Westerwelle angetan? Oder Steinmeier? In summa hätte so ein Spot in Deutschland einen Negativeffekt.
In den USA? Die Reaktionen von Medienleuten ist durchweg positiv, wie zum Beispiel in der Huffington Post. Die 27 Minuten Wahlwerbung ist eben nicht 08/15-Propaganda, sondern teils Dokumentation der Probleme, teils Offenlegung der eigenen Lösungsvorschläge. Natürlich kommt die Inszenierung der Person Barack Obama nicht zu kurz.
Aber man muss das im Kontext dessen sehen, was in den letzten Wochen und Monaten an Gerüchten über ihn gestreut worden ist. Dieser Spot sollte deshalb vor allem ehrlich und hautnah zeigen, dass Obama "einer von uns" ist, also jemand, dem man vertrauen kann. Wie die Huffington Post richtigerweise sagt, ist dieses Video einfach ein Meisterstück der Filmkunst. Es lässt den Hauptakteur sehr menschlich und sympathisch rüberkommen.
Das braucht auch das amerikanische Wahlvolk, um ein Bild von Obama wieder geradezurücken, was von der McCain-Kampagne mutwillig entstellt worden ist. Nach all den schmierigen Attacken aus dem McCain-Lager, sind diese 27 Minuten einer positiven Botschaft von und über Barack Obama ein bisschen frische Luft im Wahlkampftreibhaus.
Interessant: In den gesamten 27 Minuten attackiert Obama seinen politischen Gegner nicht ein einziges Mal. Der Name "John McCain" fällt nicht ein Mal.
Und hier die teils sehr bewegenden 27 Minuten, die in die Geschichte eingehen werden; viel Vergnügen:
Und zum Vergleich ein typischer McCain-Wahlwerbespot, der nur auf fear-mongering aus ist:
Da zittert sogar das Bild vor Angst. ROFL.
Unglaublich! Obama war schon im Kindergarten ein böser Kommunist!!!! Endlich gibt er es zu!!! Seht selbst:
Und schaut auch morgen wieder hier vorbei! Denn morgen erklärt Obama weltexklusiv, dass er auch seine Briefmarkensammlung an fünf Freunde verschenkt hat!!!!!!! Und das zu jeweils GENAU 20% !!! (Es mussten einige Briefmarken zerschnitten werden, aber das verschweigt Obama, weil er sich ein bisschen dafür schämt)
Und schaut auch morgen wieder hier vorbei! Denn morgen erklärt Obama weltexklusiv, dass er auch seine Briefmarkensammlung an fünf Freunde verschenkt hat!!!!!!! Und das zu jeweils GENAU 20% !!! (Es mussten einige Briefmarken zerschnitten werden, aber das verschweigt Obama, weil er sich ein bisschen dafür schämt)
Wahlkampfspots können Wähler begeistern, sie verärgern oder auf die Fernbedienung drücken lassen. Aber selten machen Wahlkampfspots mit ihrer Hintergrundmusik Lust auf mehr dieser Musik.
Lange Rede - kurzer Sinn: Folgender Spot von Barack Obama hat mich auf Judd Greenstein aufmerksam gemacht, der fabelhafte instrumentale Musik macht. Check it out! (vor allem "Sing Along" und "Looking Up")
Lange Rede - kurzer Sinn: Folgender Spot von Barack Obama hat mich auf Judd Greenstein aufmerksam gemacht, der fabelhafte instrumentale Musik macht. Check it out! (vor allem "Sing Along" und "Looking Up")
In den letzten Tagen wurde der Wahlkampf in den USA immer dreckiger. Persönliche Angriffe sind zur Regel geworden. Zunächst nicht verwunderlich. Es geht schließlich um das mächtigste Amt der Welt.
Aber ich hätte nicht gedacht, dass Rassismus und Hass zum wesentlichen Bestandteil der Wahlkampfveranstaltungen von John McCain werden. Seine Anhänger beschimpfen nun fast in jeder Wahlkampfveranstaltungen seinen demokratischen Mitbewerber Barack Obama als Terroristen, Verräter und fordern dazu auf ihn zu töten. Unfassbar ist aber vor allem, dass McCain und seine Kampagne diese Zwischenrufe dulden. Noch unfassbarer ist, dass McCain und seine Berater diese Stimmung gegen die PERSON Obama anheizen.
Es geht nicht mehr um Inhalte. McCain und seinem Stab geht es nur noch darum einen Schleier von 'strangeness' über Obama zu legen, nach dem Motto "Wir wissen nichts über ihn. Er hängt mit Terroristen ab und verschweigt so ziemlich alles über sein Privates. Wer ist Barack Obama wirklich?". Diese eindeutig auf Angstverbreitung ausgerichteten Wahlkampfspots gegen die Person Barack Obama heizen Angst und Hass unter den Rechten aus dem Republikaner-Lager an.
Und obwohl dieses fear-mongering nun sogar zu offener Aufforderung zu Gewalt gegen Obama führt, fahren die Wahlkampfverantwortlichen McCains weiter diesen Kurs. Jede berechtigte Kritik prallt an ihnen ab.
Folgendes Video, das größtenteils Ausschnitte von MSNBC zeigt, fasst einen Großteil der Entwicklungen in den letzten Tagen zusammen:
Folgendes Video zeigt einen Kommentar von einem youtube-channel names "The Young Turks", den ich ganz interessant fand:
Aber ich hätte nicht gedacht, dass Rassismus und Hass zum wesentlichen Bestandteil der Wahlkampfveranstaltungen von John McCain werden. Seine Anhänger beschimpfen nun fast in jeder Wahlkampfveranstaltungen seinen demokratischen Mitbewerber Barack Obama als Terroristen, Verräter und fordern dazu auf ihn zu töten. Unfassbar ist aber vor allem, dass McCain und seine Kampagne diese Zwischenrufe dulden. Noch unfassbarer ist, dass McCain und seine Berater diese Stimmung gegen die PERSON Obama anheizen.
Es geht nicht mehr um Inhalte. McCain und seinem Stab geht es nur noch darum einen Schleier von 'strangeness' über Obama zu legen, nach dem Motto "Wir wissen nichts über ihn. Er hängt mit Terroristen ab und verschweigt so ziemlich alles über sein Privates. Wer ist Barack Obama wirklich?". Diese eindeutig auf Angstverbreitung ausgerichteten Wahlkampfspots gegen die Person Barack Obama heizen Angst und Hass unter den Rechten aus dem Republikaner-Lager an.
Und obwohl dieses fear-mongering nun sogar zu offener Aufforderung zu Gewalt gegen Obama führt, fahren die Wahlkampfverantwortlichen McCains weiter diesen Kurs. Jede berechtigte Kritik prallt an ihnen ab.
Folgendes Video, das größtenteils Ausschnitte von MSNBC zeigt, fasst einen Großteil der Entwicklungen in den letzten Tagen zusammen:
Folgendes Video zeigt einen Kommentar von einem youtube-channel names "The Young Turks", den ich ganz interessant fand:
Es ist teilweise erschreckend, wie es um Bildung in den USA bestellt ist. Aber es ist der Gipfel von Dummheit, was einige Anhänger der Republikaner in den USA von sich geben, woran sie glauben und was sie denken.
Bei einer Wahlkampfveranstaltung von Präsidentschaftskandidat der Republikaner John McCain, genauer gesagt bei einer Fragerunde, zeigte sich gleich mehrmals hintereinander, was McCains Anhänger über Barack Obama, einem jahrelangen Dozenten für Verfassungsrecht, einem aktuellen Senator des Bundesstaats Illinois, einem patriotischen Amerikaner, denken und vermeintlich "wissen".
Diese blanke Dummheit war so real und erdrückend, dass selbst McCain seinen Opponenten Obama, der im Moment in den Umfragen 8-9 Prozentpunkte vorne liegt, in Schutz nahm.
Was sauer aufstößt: Mit dieser unerträglichen Dummheit breiter Massen spielten McCains Berater die letzten Monate und verbreiteten über Dritte "Gerüchte" über Obama, er sei ein Muslim oder sei Gutfreund mit Terroristen. Hier das traurige Ergebnis des Ganzen:
(Man kann McCain nur danken, dass er diese Leute unterbrochen hat und einige Dinge klargestellt hat. Es wurde für ihn selbst unerträglich) (Das zweite Video zeigt eine längere Version des Ganzen sowie einen Mob, der Obama öffentlich als Terroristen beschimpft - völlig sinnlos)
Bei einer Wahlkampfveranstaltung von Präsidentschaftskandidat der Republikaner John McCain, genauer gesagt bei einer Fragerunde, zeigte sich gleich mehrmals hintereinander, was McCains Anhänger über Barack Obama, einem jahrelangen Dozenten für Verfassungsrecht, einem aktuellen Senator des Bundesstaats Illinois, einem patriotischen Amerikaner, denken und vermeintlich "wissen".
Diese blanke Dummheit war so real und erdrückend, dass selbst McCain seinen Opponenten Obama, der im Moment in den Umfragen 8-9 Prozentpunkte vorne liegt, in Schutz nahm.
Was sauer aufstößt: Mit dieser unerträglichen Dummheit breiter Massen spielten McCains Berater die letzten Monate und verbreiteten über Dritte "Gerüchte" über Obama, er sei ein Muslim oder sei Gutfreund mit Terroristen. Hier das traurige Ergebnis des Ganzen:
(Man kann McCain nur danken, dass er diese Leute unterbrochen hat und einige Dinge klargestellt hat. Es wurde für ihn selbst unerträglich) (Das zweite Video zeigt eine längere Version des Ganzen sowie einen Mob, der Obama öffentlich als Terroristen beschimpft - völlig sinnlos)
Sarah Palin, die republikanische Kandidatin für das Vize-Präsidentenamt hinter Präsidentschaftsbewerber John McCain, ist bekennende Kreationistin und verlautbarte öffentlich in einer McCain/Palin-Administration kreationistische Pseudo-Wissenschaft an die amerikanischen Schulen und damit in die Köpfe Millionen Kinder speisen zu wollen (Quelle: Huffington Post ).
Nach dem kreationistischen Weltbild wurde die Erde vor rund 6000 bis 10000 Jahren zusammen mit dem Universum von Gott erschaffen (über genauere Zahlen streiten sich Kreationisten noch). Kreationisten ignorieren dabei bewusst und in ständiger Selbsteinredung, dass es inzwischen zig-tausende wissenschaftliche Belege aus allen Bereichen der Wissenschaft - von Archäologie über Physik, Astronomie bis hin zu Kulturwissenschaften - gibt, die dieses kreationistische Weltbild als klares Märchen entlarven.
Insofern ist nach kreationistischer Logik die Summe von fast 4 Milliarden Euro, die für den Teilchenbeschleuniger CERN ausgegeben wurden, der jetzt den Urknall nachsimulieren soll, kollektiver Massenwahn der berühmtesten und genialsten Physiker, die diese Welt zu bieten hat.
Ebenso lächerlich ist nach Sarah Palin also auch die Meldung, dass Paläontologen Spuren von kleinen Dinosauriern, namens Raptor, in Niedersachsen gefunden haben. Laut Kreationisten sind die Nachweise, dass es vor Millionen Jahren Dinosaurier gab, reine "misleading evidence" von Gott. Laut Palin & Co. lebten Dinosaurier am Anfang der Weltgeschichte mit Adam und Eva und ihren Nachkommen, die sich per Inzest weitervermehrten, zusammen zur gleichen Zeit. Kein Scherz - sondern offizielle Linie kreationistischer Weltsicht.
Das Schlimme: Ca. 50% aller Amerikaner, oder genauer zwei von drei Anhängern der Republikaner glauben an kreationistische Kernthesen wie "Intelligent Design".
Insofern hoffe ich inständig, dass Sarah Palin und John McCain nicht in das Weiße Haus einziehen und die Massenverdummung der amerikanischen Schülerinnen und Schüler vorantreiben.
Nach dem kreationistischen Weltbild wurde die Erde vor rund 6000 bis 10000 Jahren zusammen mit dem Universum von Gott erschaffen (über genauere Zahlen streiten sich Kreationisten noch). Kreationisten ignorieren dabei bewusst und in ständiger Selbsteinredung, dass es inzwischen zig-tausende wissenschaftliche Belege aus allen Bereichen der Wissenschaft - von Archäologie über Physik, Astronomie bis hin zu Kulturwissenschaften - gibt, die dieses kreationistische Weltbild als klares Märchen entlarven.
Insofern ist nach kreationistischer Logik die Summe von fast 4 Milliarden Euro, die für den Teilchenbeschleuniger CERN ausgegeben wurden, der jetzt den Urknall nachsimulieren soll, kollektiver Massenwahn der berühmtesten und genialsten Physiker, die diese Welt zu bieten hat.
Ebenso lächerlich ist nach Sarah Palin also auch die Meldung, dass Paläontologen Spuren von kleinen Dinosauriern, namens Raptor, in Niedersachsen gefunden haben. Laut Kreationisten sind die Nachweise, dass es vor Millionen Jahren Dinosaurier gab, reine "misleading evidence" von Gott. Laut Palin & Co. lebten Dinosaurier am Anfang der Weltgeschichte mit Adam und Eva und ihren Nachkommen, die sich per Inzest weitervermehrten, zusammen zur gleichen Zeit. Kein Scherz - sondern offizielle Linie kreationistischer Weltsicht.
Das Schlimme: Ca. 50% aller Amerikaner, oder genauer zwei von drei Anhängern der Republikaner glauben an kreationistische Kernthesen wie "Intelligent Design".
Insofern hoffe ich inständig, dass Sarah Palin und John McCain nicht in das Weiße Haus einziehen und die Massenverdummung der amerikanischen Schülerinnen und Schüler vorantreiben.
Er hat es geschafft. Barack Obama hat nach 16 Monaten Wahlkampf genügend Delegierte der Demokraten hinter sich bringen können und schlägt Konkurrentin und Präsidentengattin Hillary Clinton am Ende doch eindeutig mit über 230 Delegierten Vorsprung.Jetzt heißt es endlich Demokraten vs. Republikaner, Barack Obama gegen John McCain. Nach über 25 Jahren wird kein Clinton oder Bush im Weißen Haus das wichtigste Amt der Welt übernehmen. Und viele sehen den 46-jährigen Senator aus Ilinois gegenüber dem 71-jährigen Republikaner John McCain mit den weitaus besseren Chancen im November zu gewinnen.
Dass Hillary Clinton seine Vize-Präsidentschaftskandidatin wird, ist zu bezweifeln. Trotz der geringen programmatischen Unterschiede verkörpert sie immernoch eine Politik der "alten" Ära. Insbesondere eine Politik, die in erster Linie die Interessen der diversen Lobbyisten berücksichtigt, noch vor den Interessen der einfachen Bürger.
Obama ist und bleibt ein Phänomen, eine Bewegung, eine Welle. Wenn man spontan an Obama denkt, fallen einem Wörter und Phrasen wie "Hope" "Yes we can!" und "Change" ein. In erster Linie abstrakte Begrifflichkeiten, die er beginnt mit Inhalt zu füllen. Auf einen Punkt gebracht will Obama alles anders machen als Bush in den letzten sieben Jahren. Und allein das macht Hoffnung. Denn die vielen Milliarden Dollar, die Bush den Reichen des Landes per Steuererleichterung "schenkte" oder in einem sinnlosen Irakkrieg verpulverte, hätten die vor der Rezession stehenden Vereinigten Staaten von Amerika sehr gut für Schulen, Universitäten, Infrastruktur und ein neues Gesundheitssystem gebrauchen können.
Trotz der vielen skeptischen Kommentoren, die Zweifel haben in Bezug auf einen Wandel der Außenpolitik mit Obama, ist ziemlich klar, dass ein Präsident Obama zusammen mit seinen demokratischen Kollegen einen echten innenpolitischen Bruch bringen wird, also wahrhaftig "Change".
Bildquelle: Flickr Creative Commons - Jetheriot
Dass Erdöl eine endliche Ressource ist und die Lagerstätten tief unter der Erde irgendwann erschöpft sein werden, dürfte inzwischen selbst jedem Laien klar sein. Erdöl ist genauso wie Kohle und Erdgas ein Rohstoff, der über einen Zeitraum von Millionen von Jahren entstanden ist, der also nicht über Nacht mal eben nachwachsen kann.
Wer hat Angst vor'm bösen Wolf?
Eine interessante Website über das Ölfördermaximum bzw. Peak Oil ist "The Wolf at the door". Dort kann man sich über das Einmaleins des Erdöls informieren. Das Wichtigste: Das Ölfördermaximum bedeutet nicht, dass das Öl bald ausgeht, wie Hype-geile Medien und Journalisten gerne behaupten (Bsp.:"When the last oil well runs dry!"), sondern es bedeutet lediglich, dass man keine weiteren Steigerungen der Ölförderung pro Tag erwarten kann. Erdöl wird es immer geben auf der Erde, nur eben nicht in einer steigenden Menge, die uns verfügbar ist, sondern in einer abnehmenden Menge. Bis das "letzte Tröpfchen" Öl gefördert wird, dürften noch sehr viele Jahrzehnte vergehen.
Andere Peak Oil-Websites gibt es zuhauf, von denen aber nur wenige wirklich empfehlenswert sind. Manche vermeintlich objektive Seiten wie peakoil.net oder energiekrise.de sind in Wahrheit verlängerte Arme der Ölindustrie (ASPO), die selbstverständlich ihre Interessen bei der Verbreitung von Information mit einbringt. Die meisten anderen Seiten wollen durch Werbung Geld verdienen oder sind rein auf Panikmache ausgerichtet. Selbstverständlich sprießen die Blogs und Websites, die sich dem Thema "Endzeit" und dem "Überleben danach" widmen wie die Pilze aus dem Boden (hier nur bspw.: Endtimesreport samt Survival-Shop; Survivalblog; Oildecline) Der menschliche Hang zur Überreaktion, Angst und Panik und die Profitgier, die sich diesen menschlichen Hang zu Nutze macht, spiegelt sich in den genannten und ähnlichen Internetseiten wider.
Erklärungshoheit über das Ölfördermaximum
Dass es Peak Oil, alleine schon rein wissenschaftlich gesehen, geben muss, ist klar. Die Details und die vielen Ableitungen daraus aber, die von einigen mächtigen Gruppen und Organisationen wie der ASPO, der IEA oder der OPEC öffentlich verbreitet werden, bedürfen einiger kritischer Nachfragen.
Zum Beispiel: Wie kann man mit Sicherheit vom globalen Ölfördermaximum sprechen, wenn die Mehrheit der ölfördernden Staaten eine Überprüfung ihrer Ölvorkommen durch unabhängige Wissenschaftler (selbstverständlich) nicht zulassen?
Oder: Wenn man noch vor 10 oder 15 Jahren von einem Szenario mit einem Ölpreis, der über 135$ liegt, gesprochen hat, wurde gleich von dem völligen Kollaps der globalen Wirtschaft gesprochen. Damals lag der Ölpreis zwischen 15$ und 30$ pro Barrel. Der Ölpreis von heute liegt sogar noch viel höher als der inflationsbereinigte Preis aus der Zeit der Ölkrise in den 1970er Jahren. Warum redet jeder von der Krise und warum sieht man sie nirgends wirklich? War der Ölpreis in den 80ern und 90ern einfach verhältnismäßig zu niedrig? War die Panikmache bezüglich eines hohen Ölpreises aus der Wirtschaft einfach eine ökonomisch rationale Strategie, um die eigene Gewinnspanne zu maximieren?
Es scheint so zu sein. Denn die Volkswirtschaften dieser Welt können offenbar mit einem Ölpreis von 130$ und mehr sehr gut leben. Die Gewinne der international tätigen Konzerne aber auch mittelständischen Unternehmen aus Maschinenbau und anderen Branchen steigen von Monat zu Monat an, trotz ihrer Krokodilstränen und ihrer zur Schau gestellten Empörung über den Ölpreis. Die Leidtragenden sind allenfalls die untersten Schichten der Bevölkerungen, die mit einem allgemeinen Preisanstieg von Benzin über Heizöl bis zu den Lebensmitteln auskommen müssen.
Wer profitiert von dem "Peak Oil"-Hype?
Zum Einen sind es die Ölförderer, die quasi für jedes Barrel Öl, also für das gleiche Produkt, das sie vor 15 Jahren auch verkauft haben, in etwa das Zehnfache erhalten. Das ist so, als wenn man ein Hektar Wiese hätte und Gras verkaufen würde. Für jedes Gramm Gras erhielte man also von Tag zu Tag mehr. Ein herrliches Geschäft.
Es ist also im Interesse aller Länder, die über Ölvorkommen verfügen, dass der Ölpreis steigt - und das eher vor dem tatsächlichen Peak Oil als danach. Denn je länger man Öl mit einem hohen Gewinn verkaufen kann desto besser. Wenn also das Ölfördermaximum erst in 20 oder 30 Jahren tatsächlich erreicht wird, ist es doch geschickter, den Käufern meines Öls begreiflich zu machen, dass es bereits in 10 bis 15 Jahren erreicht wird, so dass der Preis früher kräftig steigt und ich für jedes Fass Öl viel mehr erhalte als bisher. Insofern ist die Erklärungshoheit über den Zeitpunkt des "Peak Oil" die größte wirtschaftliche Macht auf der Welt. Denn jeder Ölförderer, der ganz laut "PEAK OIL!" schreit, der flüstert grinsend hinter vorgehaltener Hand "...Cash in...".
Zum Zweiten profitieren von dem Hype natürlich diejenigen, die mit Öl
und den zahlreichen Investmentmöglichkeiten Geld verdienen, also
diejenigen, die an den Börsen spekulieren, Hedge Fonds, Banken,
Großanleger, Finanzdienstleister, etc. . Auch diese Milliardäre und diejenigen, die es werden wollen, jubeln "CASH IN!".
Zum Dritten rentieren sich mit einem hohen Ölpreis Erschließungen von Ölvorkommen, die zuvor als unwirtschaftlich galten und es nicht zur Förderung kam. Gerade die USA haben deshalb ein hohes Interesse an einem hohen Ölpreis. In Alaska, aber auch Off-Shore gibt es sehr viel Erdöl, dessen Förderung durch die hohen Investitionskosten sehr teuer ist und sich erst jetzt rentiert. Dabei geht es natürlich in erster Linie um eine geringere Abhängigkeit von Öllieferungen aus dem Mittleren Osten und nicht um die Hinausschiebung des Ölfördermaximums. Deshalb schreit auch die US-Regierung "PEAK OIL!".
Ein Zeitungsbericht des Wall Street Journal von heute morgen ist genau so ein "PEAK OIL!"-Schrei, der das leise "...Cash in..." überdeckt. Viele "Experten" philosophieren nun über unsere Ölvorkommen und die Folgen von Peak Oil. Kommt jetzt bald der große Crash? Müssen wir uns jetzt alle mit Survival-Ausrüstung eindecken und bewaffnen? Müssen wir jetzt also alle (wieder einmal) Angst haben?
Natürlich nicht. Man muss nicht lange überlegen, um herauszufinden, warum es keinen "Crash" nach dem vermeintlichen Peak Oil geben wird. Es sind einfach zu viele Menschen, die in dieser globalen Wirtschaft Geld verdienen und noch mehr Geld verdienen wollen. Selbst den vielen Scheichs, die klischeehaft "in der Wüste sitzen und Falken züchten", ist die Weltwirtschaft nicht egal. Denn bei einem Crash sind alle betroffen: die Öl-Förderer, die Yacht-Verleiher und Champagner-Produzenten, die Porsche- und Ferraribauer, die Blutdiamantenausbeuter, und und und... Ein Zusammenbruch oder eine schwere Beeinträchtigung dieser kapitalistischen Kette widerspricht allen Interessen der vielen Reichen dieser Welt. Sie werden es zu verhindern wissen. Genauso wie die "Sofort-Rettungs-Programme", die wir in der (noch nicht ganz ausgestandenen) Subprime-Krise erlebt haben, wird es auch im Falle eines noch steiler ansteigenden Ölpreises, Mittel geben, die unsere Volkswirtschaften finden werden.
Was uns alle aber aufregen sollte, ist, dass es am Ende wieder die Steuerzahler treffen wird, die das Ganze ausbaden und zugleich mit steigenden Lebenshaltungskosten auskommen müssen. Der Profitgier der Multi-Millionäre und -Milliardäre sei Dank. Hoch lebe der Kapitalismus...!
Bildquelle "Öl-Fass": Memekode
Bildquelle "New York Stock Exchange: Me
UPDATE: Interessantes ZEIT-Interview zum gleichen Thema
UPDATE 2: Wer vom hohen Ölpreis profitiert (FTD)
Wer hat Angst vor'm bösen Wolf?
Eine interessante Website über das Ölfördermaximum bzw. Peak Oil ist "The Wolf at the door". Dort kann man sich über das Einmaleins des Erdöls informieren. Das Wichtigste: Das Ölfördermaximum bedeutet nicht, dass das Öl bald ausgeht, wie Hype-geile Medien und Journalisten gerne behaupten (Bsp.:"When the last oil well runs dry!"), sondern es bedeutet lediglich, dass man keine weiteren Steigerungen der Ölförderung pro Tag erwarten kann. Erdöl wird es immer geben auf der Erde, nur eben nicht in einer steigenden Menge, die uns verfügbar ist, sondern in einer abnehmenden Menge. Bis das "letzte Tröpfchen" Öl gefördert wird, dürften noch sehr viele Jahrzehnte vergehen.
Andere Peak Oil-Websites gibt es zuhauf, von denen aber nur wenige wirklich empfehlenswert sind. Manche vermeintlich objektive Seiten wie peakoil.net oder energiekrise.de sind in Wahrheit verlängerte Arme der Ölindustrie (ASPO), die selbstverständlich ihre Interessen bei der Verbreitung von Information mit einbringt. Die meisten anderen Seiten wollen durch Werbung Geld verdienen oder sind rein auf Panikmache ausgerichtet. Selbstverständlich sprießen die Blogs und Websites, die sich dem Thema "Endzeit" und dem "Überleben danach" widmen wie die Pilze aus dem Boden (hier nur bspw.: Endtimesreport samt Survival-Shop; Survivalblog; Oildecline) Der menschliche Hang zur Überreaktion, Angst und Panik und die Profitgier, die sich diesen menschlichen Hang zu Nutze macht, spiegelt sich in den genannten und ähnlichen Internetseiten wider.
Erklärungshoheit über das Ölfördermaximum
Dass es Peak Oil, alleine schon rein wissenschaftlich gesehen, geben muss, ist klar. Die Details und die vielen Ableitungen daraus aber, die von einigen mächtigen Gruppen und Organisationen wie der ASPO, der IEA oder der OPEC öffentlich verbreitet werden, bedürfen einiger kritischer Nachfragen.
Zum Beispiel: Wie kann man mit Sicherheit vom globalen Ölfördermaximum sprechen, wenn die Mehrheit der ölfördernden Staaten eine Überprüfung ihrer Ölvorkommen durch unabhängige Wissenschaftler (selbstverständlich) nicht zulassen?
Oder: Wenn man noch vor 10 oder 15 Jahren von einem Szenario mit einem Ölpreis, der über 135$ liegt, gesprochen hat, wurde gleich von dem völligen Kollaps der globalen Wirtschaft gesprochen. Damals lag der Ölpreis zwischen 15$ und 30$ pro Barrel. Der Ölpreis von heute liegt sogar noch viel höher als der inflationsbereinigte Preis aus der Zeit der Ölkrise in den 1970er Jahren. Warum redet jeder von der Krise und warum sieht man sie nirgends wirklich? War der Ölpreis in den 80ern und 90ern einfach verhältnismäßig zu niedrig? War die Panikmache bezüglich eines hohen Ölpreises aus der Wirtschaft einfach eine ökonomisch rationale Strategie, um die eigene Gewinnspanne zu maximieren?
Es scheint so zu sein. Denn die Volkswirtschaften dieser Welt können offenbar mit einem Ölpreis von 130$ und mehr sehr gut leben. Die Gewinne der international tätigen Konzerne aber auch mittelständischen Unternehmen aus Maschinenbau und anderen Branchen steigen von Monat zu Monat an, trotz ihrer Krokodilstränen und ihrer zur Schau gestellten Empörung über den Ölpreis. Die Leidtragenden sind allenfalls die untersten Schichten der Bevölkerungen, die mit einem allgemeinen Preisanstieg von Benzin über Heizöl bis zu den Lebensmitteln auskommen müssen.
Wer profitiert von dem "Peak Oil"-Hype?
Zum Einen sind es die Ölförderer, die quasi für jedes Barrel Öl, also für das gleiche Produkt, das sie vor 15 Jahren auch verkauft haben, in etwa das Zehnfache erhalten. Das ist so, als wenn man ein Hektar Wiese hätte und Gras verkaufen würde. Für jedes Gramm Gras erhielte man also von Tag zu Tag mehr. Ein herrliches Geschäft.
Es ist also im Interesse aller Länder, die über Ölvorkommen verfügen, dass der Ölpreis steigt - und das eher vor dem tatsächlichen Peak Oil als danach. Denn je länger man Öl mit einem hohen Gewinn verkaufen kann desto besser. Wenn also das Ölfördermaximum erst in 20 oder 30 Jahren tatsächlich erreicht wird, ist es doch geschickter, den Käufern meines Öls begreiflich zu machen, dass es bereits in 10 bis 15 Jahren erreicht wird, so dass der Preis früher kräftig steigt und ich für jedes Fass Öl viel mehr erhalte als bisher. Insofern ist die Erklärungshoheit über den Zeitpunkt des "Peak Oil" die größte wirtschaftliche Macht auf der Welt. Denn jeder Ölförderer, der ganz laut "PEAK OIL!" schreit, der flüstert grinsend hinter vorgehaltener Hand "...Cash in...".
Zum Dritten rentieren sich mit einem hohen Ölpreis Erschließungen von Ölvorkommen, die zuvor als unwirtschaftlich galten und es nicht zur Förderung kam. Gerade die USA haben deshalb ein hohes Interesse an einem hohen Ölpreis. In Alaska, aber auch Off-Shore gibt es sehr viel Erdöl, dessen Förderung durch die hohen Investitionskosten sehr teuer ist und sich erst jetzt rentiert. Dabei geht es natürlich in erster Linie um eine geringere Abhängigkeit von Öllieferungen aus dem Mittleren Osten und nicht um die Hinausschiebung des Ölfördermaximums. Deshalb schreit auch die US-Regierung "PEAK OIL!".
Ein Zeitungsbericht des Wall Street Journal von heute morgen ist genau so ein "PEAK OIL!"-Schrei, der das leise "...Cash in..." überdeckt. Viele "Experten" philosophieren nun über unsere Ölvorkommen und die Folgen von Peak Oil. Kommt jetzt bald der große Crash? Müssen wir uns jetzt alle mit Survival-Ausrüstung eindecken und bewaffnen? Müssen wir jetzt also alle (wieder einmal) Angst haben?
Natürlich nicht. Man muss nicht lange überlegen, um herauszufinden, warum es keinen "Crash" nach dem vermeintlichen Peak Oil geben wird. Es sind einfach zu viele Menschen, die in dieser globalen Wirtschaft Geld verdienen und noch mehr Geld verdienen wollen. Selbst den vielen Scheichs, die klischeehaft "in der Wüste sitzen und Falken züchten", ist die Weltwirtschaft nicht egal. Denn bei einem Crash sind alle betroffen: die Öl-Förderer, die Yacht-Verleiher und Champagner-Produzenten, die Porsche- und Ferraribauer, die Blutdiamantenausbeuter, und und und... Ein Zusammenbruch oder eine schwere Beeinträchtigung dieser kapitalistischen Kette widerspricht allen Interessen der vielen Reichen dieser Welt. Sie werden es zu verhindern wissen. Genauso wie die "Sofort-Rettungs-Programme", die wir in der (noch nicht ganz ausgestandenen) Subprime-Krise erlebt haben, wird es auch im Falle eines noch steiler ansteigenden Ölpreises, Mittel geben, die unsere Volkswirtschaften finden werden.
Was uns alle aber aufregen sollte, ist, dass es am Ende wieder die Steuerzahler treffen wird, die das Ganze ausbaden und zugleich mit steigenden Lebenshaltungskosten auskommen müssen. Der Profitgier der Multi-Millionäre und -Milliardäre sei Dank. Hoch lebe der Kapitalismus...!
Bildquelle "Öl-Fass": Memekode
Bildquelle "New York Stock Exchange: Me
UPDATE: Interessantes ZEIT-Interview zum gleichen Thema
UPDATE 2: Wer vom hohen Ölpreis profitiert (FTD)
Wie der Guardian und auch andere Medien heute berichteten, deuten die neuesten Auswertungen von Messungen unserer Luft an der weltweit bedeutendsten Messstation Mauna Loa auf eine weltweit beschleunigte Erhöhung des Ausstoßes an Treibhausgasen, insbesondere CO², hin.
CO² ist ein Abfallprodukt, das für das menschliche Auge unsichtbar ist und hauptsächlich bei der Verbrennung von fossilen Kraftstoffen wie Braun- und Steinkohle, Erdöl und Erdölprodukten wie Benzin und Diesel als Abfall täglich in riesigen Mengen an unzähligen Orten auf unserem Planeten in unsere Luft gelangt. Stellen Sie sich vor, CO² müsste man in Müllsäcke packen, um es zu entsorgen. Diese mit CO² gefüllten Müllsäcke würden unseren Himmel so abdunkeln, dass überhaupt keine Sonneneinstrahlung die Erde erreichen würde.
Der Anteil des Gases CO² in der Luft wird gemeinhin mit Teilchen pro Million (Parts per million, ppm) angegeben. Dieser CO²-Anteil in der Atmosphäre unseres Planeten ist nachweislich seit mindestens 650.000 Jahren (!) immer unter 280 ppm geblieben. Seit der Industriellen Revolution ist dieser CO²-Anteil auf über 381 ppm (im Jahr 2006) angestiegen. Wie die Forschungsstation auf Hawaii nun berichtet, stieg der CO²-Anteil in den letzten Jahren immer schneller an. Inzwischen liegt er bei 387 ppm (2008).
Der Anstieg wäre nicht besonders überraschend, wenn man nicht eigentlich das wohlige Gefühl hätte, dass nun endlich alle über den Klimawandel und seine Ursachen informiert sind und wir alle gemeinsam nun Bier trinken für den Klimaschutz und die Industrie durch den hoch gelobten Emissionshandel nun ihren CO²-Ausstoß senken wird.
Das Thema Klimawandel ist auch fast täglich in allen Medien. In schönen Werbespots wird dem TV-Zuschauer selbst von Konzernen wie E.ON oder enBW, die eigentlich mit der Verbrennung von fossilen Energieträgern Milliarden verdienen, suggeriert, dass man sich in erster Linie nur noch um Klimaschutz kümmere und nun (wieder einmal) auf "saubere" Energie setze (siehe dazu auch: Gezeitenkraftwerk, "man sieht es nicht, man hört es nicht".)
Weit gefehlt. Denn global operierende Konzerne können eben auf einem Kontinent (Europa) ihre weiße Weste in der Werbung zur Schau stellen, Klimaschutzprojekte fördern und in erneuerbare Energien investieren und auf anderen Kontinenten (Amerika, Afrika, Asien) die schmutzigsten aller schmutzigsten Industrieparks und Kraftwerke bauen, spritfressende Autos verkaufen, Flüsse und Seen verschmutzen und keinen Cent in Klimaschutz stecken. Aber die Atmosphäre und das CO² kennen keine nationalen oder kontinentalen Grenzen. Das ist das Problem.
Nun werden die meisten "Gutdenker" unserer Gesellschaft gleich mit dem Finger auf die üblichen Sündenböcke China und Indien zeigen. Richtig. Umwelt- und Klimaschutz ist in China und Indien leider noch nicht ein so großes Thema wie in Europa. Aber wer zwei Hände hat, der sollte auch gleich zwei Finger ausstrecken. Denn der zweite darf gerne auf die USA gezeigt werden. Die Amerikaner sind trotz des Wachstums in China und Indien immernoch der größte Treibhausgasverursacher der Welt. Sowohl pro Einwohner als auch absolut. Und es ist eine Schande, dass die größte und modernste Wirtschaftsmacht der Welt das Thema Klimaschutz immernoch klein schreibt.
Die bequemlichen Gutdenker sollten aber ihre Finger schön am Leib halten, denn gerade in Deutschland werden immernoch neue Kohlekraftwerke gebaut, die extreme Mengen an CO² produzieren, mit denen es aber für die Energiekonzerne in Zukunft bei steigenden Strompreisen noch mehr Geld zu verdienen gibt.
Mit Energiesicherheit hat das garantiert nichts zu tun. Es ist ein typisches Argument namens "Angst", das unter die Leute gestreut wird, nach dem Motto: "Wenn wir keine Kohlekraftwerke bauen, ensteht eine Stromlücke". Simplizistische Argumentation par excellence. Und Lüge dazu! Genügend wissenschaftliche Belege entgegen der Behauptung, dass Kohlekraftwerke nötig seien, um diese "Stromlücke" zu schließen, findet man überall dort, wo die Interessen der Energiekonzerne nicht die Berichterstattung steuert, z.B. bei Greenpeace.
Die weitere Beschleunigung des CO²-Ausstoßes zeigt, dass wir alle auf diesem Planeten immernoch nicht aufgewacht sind. Zwischen egozentrischem Konsum- und Karrierealltag, Tradition und Bequemlichkeit passt rationale Erfassung von globalen Problemen offenbar nicht so richtig herein. Und das ist fatal. Martin Parry bringt es auf den Punkt:
CO² ist ein Abfallprodukt, das für das menschliche Auge unsichtbar ist und hauptsächlich bei der Verbrennung von fossilen Kraftstoffen wie Braun- und Steinkohle, Erdöl und Erdölprodukten wie Benzin und Diesel als Abfall täglich in riesigen Mengen an unzähligen Orten auf unserem Planeten in unsere Luft gelangt. Stellen Sie sich vor, CO² müsste man in Müllsäcke packen, um es zu entsorgen. Diese mit CO² gefüllten Müllsäcke würden unseren Himmel so abdunkeln, dass überhaupt keine Sonneneinstrahlung die Erde erreichen würde.
Der Anteil des Gases CO² in der Luft wird gemeinhin mit Teilchen pro Million (Parts per million, ppm) angegeben. Dieser CO²-Anteil in der Atmosphäre unseres Planeten ist nachweislich seit mindestens 650.000 Jahren (!) immer unter 280 ppm geblieben. Seit der Industriellen Revolution ist dieser CO²-Anteil auf über 381 ppm (im Jahr 2006) angestiegen. Wie die Forschungsstation auf Hawaii nun berichtet, stieg der CO²-Anteil in den letzten Jahren immer schneller an. Inzwischen liegt er bei 387 ppm (2008).
Der Anstieg wäre nicht besonders überraschend, wenn man nicht eigentlich das wohlige Gefühl hätte, dass nun endlich alle über den Klimawandel und seine Ursachen informiert sind und wir alle gemeinsam nun Bier trinken für den Klimaschutz und die Industrie durch den hoch gelobten Emissionshandel nun ihren CO²-Ausstoß senken wird.
Das Thema Klimawandel ist auch fast täglich in allen Medien. In schönen Werbespots wird dem TV-Zuschauer selbst von Konzernen wie E.ON oder enBW, die eigentlich mit der Verbrennung von fossilen Energieträgern Milliarden verdienen, suggeriert, dass man sich in erster Linie nur noch um Klimaschutz kümmere und nun (wieder einmal) auf "saubere" Energie setze (siehe dazu auch: Gezeitenkraftwerk, "man sieht es nicht, man hört es nicht".)
Weit gefehlt. Denn global operierende Konzerne können eben auf einem Kontinent (Europa) ihre weiße Weste in der Werbung zur Schau stellen, Klimaschutzprojekte fördern und in erneuerbare Energien investieren und auf anderen Kontinenten (Amerika, Afrika, Asien) die schmutzigsten aller schmutzigsten Industrieparks und Kraftwerke bauen, spritfressende Autos verkaufen, Flüsse und Seen verschmutzen und keinen Cent in Klimaschutz stecken. Aber die Atmosphäre und das CO² kennen keine nationalen oder kontinentalen Grenzen. Das ist das Problem.
Nun werden die meisten "Gutdenker" unserer Gesellschaft gleich mit dem Finger auf die üblichen Sündenböcke China und Indien zeigen. Richtig. Umwelt- und Klimaschutz ist in China und Indien leider noch nicht ein so großes Thema wie in Europa. Aber wer zwei Hände hat, der sollte auch gleich zwei Finger ausstrecken. Denn der zweite darf gerne auf die USA gezeigt werden. Die Amerikaner sind trotz des Wachstums in China und Indien immernoch der größte Treibhausgasverursacher der Welt. Sowohl pro Einwohner als auch absolut. Und es ist eine Schande, dass die größte und modernste Wirtschaftsmacht der Welt das Thema Klimaschutz immernoch klein schreibt.
Die bequemlichen Gutdenker sollten aber ihre Finger schön am Leib halten, denn gerade in Deutschland werden immernoch neue Kohlekraftwerke gebaut, die extreme Mengen an CO² produzieren, mit denen es aber für die Energiekonzerne in Zukunft bei steigenden Strompreisen noch mehr Geld zu verdienen gibt.
Mit Energiesicherheit hat das garantiert nichts zu tun. Es ist ein typisches Argument namens "Angst", das unter die Leute gestreut wird, nach dem Motto: "Wenn wir keine Kohlekraftwerke bauen, ensteht eine Stromlücke". Simplizistische Argumentation par excellence. Und Lüge dazu! Genügend wissenschaftliche Belege entgegen der Behauptung, dass Kohlekraftwerke nötig seien, um diese "Stromlücke" zu schließen, findet man überall dort, wo die Interessen der Energiekonzerne nicht die Berichterstattung steuert, z.B. bei Greenpeace.
Die weitere Beschleunigung des CO²-Ausstoßes zeigt, dass wir alle auf diesem Planeten immernoch nicht aufgewacht sind. Zwischen egozentrischem Konsum- und Karrierealltag, Tradition und Bequemlichkeit passt rationale Erfassung von globalen Problemen offenbar nicht so richtig herein. Und das ist fatal. Martin Parry bringt es auf den Punkt:
"Despite all the talk, the situation is getting worse. Levels of greenhouse gases continue to rise in the atmosphere and the rate of that rise is accelerating. We are already seeing the impacts of climate change and the scale of those impacts will also accelerate, until we decide to do something about it."Titelfoto: by Mihai Dragan
Vor der general election in 2004 als John Kerry gegen G.W. Bush antrat, hielt Barack Obama eine grandiose Rede, dessen zweiten Teil ich hier verlinken möchte:
The following words originally quoted from will.i.am (found on youtube); while reading please listen to his new music video.

"people say Obama's words are just words...
but...
when was the last time "words" weren't important...???...
when was the last time a great leader didn't use words to lead...??...
when was the last time a person didn't use words to describe how they felt...?...
when was the last time "words" weren't empowering...?...
and we can all recall the last time "words" were used to divide us and install fear...
Bush used words to fear us into voting for him the second time around...
terror this...
terror that...
nuclear here...
weapons of mass destruction there...
and those words effected a lot of people's choices...

"people say Obama's words are just words...
but...
when was the last time "words" weren't important...???...
when was the last time a great leader didn't use words to lead...??...
when was the last time a person didn't use words to describe how they felt...?...
when was the last time "words" weren't empowering...?...
and we can all recall the last time "words" were used to divide us and install fear...
Bush used words to fear us into voting for him the second time around...
terror this...
terror that...
nuclear here...
weapons of mass destruction there...
and those words effected a lot of people's choices...
Weiter lesen New Obama song by will i am.
Bei Barack Obama's Auftritten ertönt ein bestimmtes Lied, das ich jetzt ausfindig machen konnte. Und zu dem folgenden Beitrag, passt das Lied ebenso gut. Also hört es Euch beim Lesen an: http://www.youtube.com/watch?v=j6IQoOvvc1g
Ich weiß noch nicht genau woran es liegt. Aber Barack Obama macht bereits als Nominierungskandidat bei den Demokraten so vielen Menschen (rund um die Welt!) Mut. Von Tag zu Tag wünschen sich immer mehr Menschen auf der gesamten Welt, dass jemand wie er Präsident der USA wird. Und ich gehöre dazu.
Jeden Tag sehe ich mir seine täglich aktualisierten youtube-Videos an und bei manchen fange ich fast an zu weinen. Klingt komisch, ist aber so. Es ist nicht nur, was er sagt. Es ist nicht nur seine Vision einer responsiven demokratischen Führung, eines neuartigen Miteinanders und Füreinanders in dem "Bowling Alone"-Land, es ist auch eine intuitiv wahrnembare Aura der Echtheit, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, die von ihm ausgeht. Obama ist anders als andere Politiker, die man klischeehaft im Kopf hat.
Er hat ein Gespür für die wirklichen Probleme der Menschen in seinem Land. Wenn er über die Probleme in seinem Land redet und Lösungsvorschläge unterbreitet, sagt er es mit einer glaubhaften Betroffenheit, die echter wirkt als bei anderen Politikern. Irgendwie kauft man ihm ab, dass er - im Gegensatz zu anderen Politikern - die ökonomischen, sozialen und politischen Probleme lösen kann, weil er selbst nicht ruhen wird bis diese Probleme gelöst sind.
In seinem Buch, das ich gerade lese, "Hoffnung wagen" (oder "The Audacity of hope"), gewinnt man dieselbe Einsicht über ihn wie man sie aus den Wahlkampfauftritten gewonnen hat. Er hat das Potenzial wirklich ein anderer Präsident zu sein, als man es bisher gewohnt war.
Er verweist übrigens immer wieder auf Skeptizismus und Zynismus, der sich immer tiefer in unsere Gesellschaften gebohrt hat. Dieser Skeptizismus macht uns auf Dauer blind für Mut und Hoffnung. Dabei spielen gerade Mut und Hoffnung so eine wichtige Rolle für tatsächliches Einstehen und Kämpfen für das soziale Fortschreiten, für Frieden und Gerechtigkeit in unseren Gesellschaften und auf der Welt. Diesen Skeptizismus und Zynismus bezeichne ich oft auch als "Abwinken", das man so oft antrifft, wenn man mit Freunden, Verwandten und Bekannten über politische oder wirtschaftliche Entwicklungen spricht.
Obama ist jemand, der den Menschen wieder Hoffnung gibt, dass sie sich wieder aktiv einmischen und auch auf eine responsive Regierung vertrauen können, also eine Regierung, die sie und ihre Probleme nach der Wahl nicht ignoriert, sondern fortlaufend auf die Bürger und die Probleme eingeht.
Wie man sieht, überwiegt auch in mir die Hoffnung, dass das nicht alles ein politisches Spiel ist; dass Obama uns nicht nur gut täuscht, sondern mit seinem Politikstil und seiner Vision "echt" ist. Zumindest merke ich gerade, wie Skeptizismus und Zynismus auch mich über die Jahre eingenommen hat. Zu oft wurde man von der Politik enttäuscht. Barack Obama ist meines Erachtens aber endlich ein guter Grund, um wieder Hoffnung zu wagen. Ich denke, dieses Mal lohnt es sich!

Jeden Tag sehe ich mir seine täglich aktualisierten youtube-Videos an und bei manchen fange ich fast an zu weinen. Klingt komisch, ist aber so. Es ist nicht nur, was er sagt. Es ist nicht nur seine Vision einer responsiven demokratischen Führung, eines neuartigen Miteinanders und Füreinanders in dem "Bowling Alone"-Land, es ist auch eine intuitiv wahrnembare Aura der Echtheit, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, die von ihm ausgeht. Obama ist anders als andere Politiker, die man klischeehaft im Kopf hat.
Er hat ein Gespür für die wirklichen Probleme der Menschen in seinem Land. Wenn er über die Probleme in seinem Land redet und Lösungsvorschläge unterbreitet, sagt er es mit einer glaubhaften Betroffenheit, die echter wirkt als bei anderen Politikern. Irgendwie kauft man ihm ab, dass er - im Gegensatz zu anderen Politikern - die ökonomischen, sozialen und politischen Probleme lösen kann, weil er selbst nicht ruhen wird bis diese Probleme gelöst sind.
In seinem Buch, das ich gerade lese, "Hoffnung wagen" (oder "The Audacity of hope"), gewinnt man dieselbe Einsicht über ihn wie man sie aus den Wahlkampfauftritten gewonnen hat. Er hat das Potenzial wirklich ein anderer Präsident zu sein, als man es bisher gewohnt war.
Er verweist übrigens immer wieder auf Skeptizismus und Zynismus, der sich immer tiefer in unsere Gesellschaften gebohrt hat. Dieser Skeptizismus macht uns auf Dauer blind für Mut und Hoffnung. Dabei spielen gerade Mut und Hoffnung so eine wichtige Rolle für tatsächliches Einstehen und Kämpfen für das soziale Fortschreiten, für Frieden und Gerechtigkeit in unseren Gesellschaften und auf der Welt. Diesen Skeptizismus und Zynismus bezeichne ich oft auch als "Abwinken", das man so oft antrifft, wenn man mit Freunden, Verwandten und Bekannten über politische oder wirtschaftliche Entwicklungen spricht.
Obama ist jemand, der den Menschen wieder Hoffnung gibt, dass sie sich wieder aktiv einmischen und auch auf eine responsive Regierung vertrauen können, also eine Regierung, die sie und ihre Probleme nach der Wahl nicht ignoriert, sondern fortlaufend auf die Bürger und die Probleme eingeht.
Wie man sieht, überwiegt auch in mir die Hoffnung, dass das nicht alles ein politisches Spiel ist; dass Obama uns nicht nur gut täuscht, sondern mit seinem Politikstil und seiner Vision "echt" ist. Zumindest merke ich gerade, wie Skeptizismus und Zynismus auch mich über die Jahre eingenommen hat. Zu oft wurde man von der Politik enttäuscht. Barack Obama ist meines Erachtens aber endlich ein guter Grund, um wieder Hoffnung zu wagen. Ich denke, dieses Mal lohnt es sich!

(Beide Fotos von http://www.flickr.com/photos/barackobamadotcom)
Auch wenn das hier fast zum Wahlkampf-Blog verkommt :D .... Dieser Mann ist ansteckend! VOTE FOR OBAMA.
YES WE CAN!
http://www.youtube.com/watch?v=-iVAPH_EcmQ
AWESOME.
YES WE CAN!
http://www.youtube.com/watch?v=-iVAPH_EcmQ
AWESOME.
http://www.youtube.com/watch?v=wKsoXHYICqU&feature=related check this out. have fun and a happy new year 2008!
:)
:)



