Seiten getaggt mit “Wählen?” auf Die Gutdenker
Die Bundestagswahl 2009 steht an, am 27. September ist es so weit. Wer noch unentschieden ist, welche Partei wirklich zu ihm passt, für den gibt es ein paar Online-Tools, mit denen man seinen Standpunkt mit dem der Parteien vergleichen kann:
- Der bereits bekannte Wahl-O-Mat
Außerdem:
- Wer steht zur Wahl? eine Übersicht der Bundeszentrale für politische Bildung
- Bundestagswahlen bei WDR Leicht NRW zentrische Infosammlung
- Bundestagswahlen bei der ARD Infosammlung der ARD
- Wahlkompass von Greenpeace Alle Parteien wurden hier systematisch zu Umweltthemen und ihren parteipolitischen Vorstellungen dazu befragt
- Musterstimmzettel zur Bundestagswahl 2009 für alle die keine Überraschungen mögen
Im Prinzip ist es mir egal, wen ihr wählt - Hauptsache ihr wählt die Partei aus, mit der ihr euch am meisten identifizieren könnt, und nicht weil Oma, Opa, Eltern und der Nachbar die SPD/CDU ja auch schon immer gewählt haben. Wir haben schließlich kein Nur-Zwei-Parteien-System...
Macht diese Wahlen zu den Wahlen der kleinen Parteien, was man bekommt wenn man die CDU/SPD wählt, haben wir in den vergangenen 4 Jahren gesehen. Also am besten das Kreuz bei Die Piratenpartei machen, für ein freies + sicheres Internet. ;-)
Kanal Grün auf Youtube wird fast täglich mit neuen Videos gefüllt, die Infos, Spots und Interviews beinhalten. Reinschauen lohnt sich.
Wer sich noch nicht ganz in Klaren ist, für was die Grünen stehen oder was sie wählen sollen, sollte mal den Grün-O-Mat (Link zum Wahl-O-Mat der Grünen) betätigen.
In der Bevölkerung regt sich mal wieder wenig bis nichts... Herr Schäuble ist ja schließlich kein Castor-Transport oder Nazi-Aufmarsch, sondern "nur" die größte Bastelschere an unserem Grundrechte-Karton seit Gründung der Bundesrepublik vor rund 60 Jahren..... Wer Metaphern mag, hier hab ich noch eine: Schäuble ist der Typ mit der Kettensäge an unserer Grundrechte-Eiche!
Renate Künast (Bündnis 90 / Die Grünen) hat völlig Recht:
"Dieser Minister hat entweder die Demokratie nicht verstanden oder er will sie abschaffen."In unserem Grundgesetz steht, dass wir in einer wehrhaften Demokratie leben. Wer sie abschaffen will, gegen den sollte man sich wehren.
Die Hoffnung bleibt, dass unsere Verfassungsrichter das BKA-Gesetz stoppen werden, wenn der Bundesrat doch den Schwanz einziehen sollte. Am Ende liegt es aber am Bürger selbst, wohin sich sein Land entwickelt.

....es ist September 2009
....Du sitzt abends gegen 19:30 Uhr auf der Couch vor dem Fernseher
....gemütlich switchst Du durchs Programm
....schaust auf die Uhr und denkst Dir "Heute schau ich Gute Zeiten Schlechte Zeiten"
....Du schaltest also RTL ein und gehst noch kurz zum Kühlschrank
....zurück auf der Couch, schaust Du auf die Uhr, gleich gehts los!
....Plötzlich taucht das Gesicht von Angela Merkel und Guido Westerwelle auf
....Merkels Stimme sagt "Im Folgenden sehen Sie einen Wahlwerbespot der CDU / CSU und der FDP
....aufgeregt schaltest Du auf ARD, SCHOCK! Genau der gleiche Spot, Merkel redet gerade über ihre Kindheit
....schnell umgeschaltet auf Sat.1! Oh, mein Gott! Exakt dieselbe Wahlwerbung läuft auch auf Sat.1!
....ZDF! WIEDER Merkel & Westerwelle
....ProSieben! UNMÖGLICH! Auch hier läuft der Spot! Untermalt von klassischer Musik sehen wir Kinderfotos von Guido Westerwelle.
....Vielleicht ja auf SuperRTL Glück! NEIN! Frau Merkel kommentiert Bilder von einer Familie, die mit ihrem Wagen an der Tankstelle steht.
....Letzte Hoffnung VIVA, unglaublich.......auch hier Wahlwerbung der CDU!
....Du schaltest den Fernseher aus.
....15 Minuten später machst Du wieder den Fernseher an, jetzt muss die Wahlwerbung doch endlich vorbei sein!
....WEIT GEFEHLT! Frau Merkel wird jetzt beim Käsekuchen essen mit Rentnern gezeigt. Dazu Filmmusik aus Forrest Gump.
....Erst nach insgesamt 30 Minuten endet die Wahlwerbung und erleichtert lehnst Du Dich wieder in die Couch.....
So oder so ähnlich fühlten sich gestern Abend bestimmt einige Amerikaner als sie abends vor dem Fernseher saßen. Barack Obama hat Geschichte geschrieben. Er hat zum ersten Mal in der US-Geschichte 30 Minuten Sendezeit auf sieben Sendern zur gleichen Zeit gekauft und gestern lief der 27 Minuten lange Spot. In der Regel ist Wahlwerbung in den USA zwischen 25 und 60 Sekunden lang. Kostenpunkt? Geschätzte 3 Millionen Dollar.
In Deutschland natürlich undenkbar. Nicht nur finanziell gesehen, sondern an sich. Wer wäre von 30 Minuten Angie Merkel und Guido Westerwelle angetan? Oder Steinmeier? In summa hätte so ein Spot in Deutschland einen Negativeffekt.
In den USA? Die Reaktionen von Medienleuten ist durchweg positiv, wie zum Beispiel in der Huffington Post. Die 27 Minuten Wahlwerbung ist eben nicht 08/15-Propaganda, sondern teils Dokumentation der Probleme, teils Offenlegung der eigenen Lösungsvorschläge. Natürlich kommt die Inszenierung der Person Barack Obama nicht zu kurz.
Aber man muss das im Kontext dessen sehen, was in den letzten Wochen und Monaten an Gerüchten über ihn gestreut worden ist. Dieser Spot sollte deshalb vor allem ehrlich und hautnah zeigen, dass Obama "einer von uns" ist, also jemand, dem man vertrauen kann. Wie die Huffington Post richtigerweise sagt, ist dieses Video einfach ein Meisterstück der Filmkunst. Es lässt den Hauptakteur sehr menschlich und sympathisch rüberkommen.
Das braucht auch das amerikanische Wahlvolk, um ein Bild von Obama wieder geradezurücken, was von der McCain-Kampagne mutwillig entstellt worden ist. Nach all den schmierigen Attacken aus dem McCain-Lager, sind diese 27 Minuten einer positiven Botschaft von und über Barack Obama ein bisschen frische Luft im Wahlkampftreibhaus.
Interessant: In den gesamten 27 Minuten attackiert Obama seinen politischen Gegner nicht ein einziges Mal. Der Name "John McCain" fällt nicht ein Mal.
Und hier die teils sehr bewegenden 27 Minuten, die in die Geschichte eingehen werden; viel Vergnügen:
Und zum Vergleich ein typischer McCain-Wahlwerbespot, der nur auf fear-mongering aus ist:
Da zittert sogar das Bild vor Angst. ROFL.
Nun hoffen die Stromkonzerne auf eine Schwarz-Gelbe Regierung ab Herbst 2009, die höchstwahrscheinlich den Atomausstieg rückgängig machen wird. Pikant: Eigentlich sollten einige Atomkraftwerke vor der Wahl endgültig abgeschaltet werden. Jetzt tricksen die Konzerne, um die Laufzeit hinter die Wahl zu verschieben, sodass diese Meiler dann doch noch ein paar Jahrzehnte laufen dürfen. CDU/CSU und FDP können sich schon einmal auf hohe Spenden und sonstige Zuwendungen von den Energiekonzern-Lobbyisten freuen. Mal schauen, ob wir Deutschen (mal wieder) schön brav nach Energiekonzernvorgaben wählen.
Bildquelle: ThaRemix
Er hat es geschafft. Barack Obama hat nach 16 Monaten Wahlkampf genügend Delegierte der Demokraten hinter sich bringen können und schlägt Konkurrentin und Präsidentengattin Hillary Clinton am Ende doch eindeutig mit über 230 Delegierten Vorsprung.Jetzt heißt es endlich Demokraten vs. Republikaner, Barack Obama gegen John McCain. Nach über 25 Jahren wird kein Clinton oder Bush im Weißen Haus das wichtigste Amt der Welt übernehmen. Und viele sehen den 46-jährigen Senator aus Ilinois gegenüber dem 71-jährigen Republikaner John McCain mit den weitaus besseren Chancen im November zu gewinnen.
Dass Hillary Clinton seine Vize-Präsidentschaftskandidatin wird, ist zu bezweifeln. Trotz der geringen programmatischen Unterschiede verkörpert sie immernoch eine Politik der "alten" Ära. Insbesondere eine Politik, die in erster Linie die Interessen der diversen Lobbyisten berücksichtigt, noch vor den Interessen der einfachen Bürger.
Obama ist und bleibt ein Phänomen, eine Bewegung, eine Welle. Wenn man spontan an Obama denkt, fallen einem Wörter und Phrasen wie "Hope" "Yes we can!" und "Change" ein. In erster Linie abstrakte Begrifflichkeiten, die er beginnt mit Inhalt zu füllen. Auf einen Punkt gebracht will Obama alles anders machen als Bush in den letzten sieben Jahren. Und allein das macht Hoffnung. Denn die vielen Milliarden Dollar, die Bush den Reichen des Landes per Steuererleichterung "schenkte" oder in einem sinnlosen Irakkrieg verpulverte, hätten die vor der Rezession stehenden Vereinigten Staaten von Amerika sehr gut für Schulen, Universitäten, Infrastruktur und ein neues Gesundheitssystem gebrauchen können.
Trotz der vielen skeptischen Kommentoren, die Zweifel haben in Bezug auf einen Wandel der Außenpolitik mit Obama, ist ziemlich klar, dass ein Präsident Obama zusammen mit seinen demokratischen Kollegen einen echten innenpolitischen Bruch bringen wird, also wahrhaftig "Change".
Bildquelle: Flickr Creative Commons - Jetheriot
[LINK: Grüne Wahlthemen 2009 (Offizielle Seite von Bündnis 90 / Die Grünen mit thematischen Schwerpunkten)]
[LINK: Grüne Wahlthemen 2009 (Umfassende Liste mit Themen von A bis Z)]

"Warum Grün wählen?" hieß es an dieser Stelle vor der Bundestagswahl 2005. "Jetzt aber Grün!" sage ich heute an alle Leser und verirrte Surfer, die auf dieser Seite landen! Heute mehr denn je bin ich überzeugt, dass unter den politischen Parteien, die in Deutschland existieren, nur Die Grünen gesamtgesellschaftliche Konzepte für mehr Arbeit, mehr Gerechtigkeit und Freiheit anbieten.
Jetzt liegt es nur noch an den Wählern, ob sie den Grünen den Auftrag zur Umsetzung jener Konzepte erteilen. Am 26.03.2006 gilt es: Jetzt aber Grün!
In den letzten Tagen vor der Wahl werde ich grüne Themen, die auf Landesebene so wichtig für uns alle sind und die endlich angepackt werden müssen, aufzeigen und gleichzeitig die meines Erachtens sehr gelungenen Plakate vorstellen.
Das Plakat von heute ist nicht nur optisch sehr gelungen. :) Ein Ministerpräsident wie Oettinger ist echt saublöd für unser Land. Warum? Kommen Sie zum Wahlkampfabschluss am 24.03.2006 nach Mannheim. Jürgen Trittin und der Mannheimer Bundestagsabgeordnete Dr. Gerhard Schick werden zeigen, warum ein Ministerpräsident Oettinger unser Bundesland kaputt macht, schlecht repräsentiert und warum es an der Zeit ist, dass die Grünen die Gegenwart und Zukunft unseres Landes gestalten.

Grüne Politik sichert gesunde Nahrung und gesunde Luft
Selbst wenn die Grünen (wie es sich in den Umfragen andeutet) in der Opposition landen, brauchen wir starke Grüne! Verbaucherschutz und Klimaschutz sind wichtige Themen, die die anderen Parteien nur am Rande streifen, um Wählerstimmen zu maximieren. Das wird spätestens deutlich, wenn Frau Merkel Kanzlerin wird. Wichtige Zukunfsthemen wie der Klimaschutz und präventive Umweltpolitik geraten dann in gewohnter Weise in den Hintergrund. Aber auch unsere Gesundheit steht auf dem Spiel.
Die Grünen, und an vorderster Front Renate Künast, wissen um die kapitalistischen Interessen von Bauernverbänden und der Agrar- und Nahrungsmittelindustrie. Mit FDP und CDU/CSU darf es keine Rolle rückwärts in der Agrar- und Verbraucherschutzpolitik geben.
Wir Bürger können und wollen nicht jedes Produkt, das wir kaufen, erst zeitaufwendig prüfen, ob es nicht gesundheitsschädlich oder verunreinigt ist. Das ist Aufgabe der Regierung. Irgendwie habe ich das dumpfe Gefühl, dass sich Frau Merkel nicht so ernsthaft darum kümmern wird.
Zügellose Gewinnmanie und radikaler Preisdumping im Agrarbereich schaden einer sauberen Herstellung von gesunden, chemiefreien und leckeren Lebensmitteln! Die Politik muss der Landwirtschaft Rahmen setzen und vor allem regelmäßige Kontrollen veranlassen.
Ich bezweifle, dass die Neoliberalen und Konservativen ein Verbraucherschutzministerium einrichten werden, wie es unter Rot-Grün existierte. Ich bin hingegen davon überzeugt, dass FDP und CDU/CSU den Agrar-Lobbyisten die Füße küssen wird.

Klimaschutz ist wählbar!
Wer glaubt, dass Merkel&Co. außenpolitisch aktiv wird, was unsere Atemluft, unser Wetter und unsere Natur angeht, irrt sich gewaltig. Das Kyoto-Protokoll, das bereits unterschrieben ist, einzuhalten, ist kein Kunststück. Eine Kunst ist es hingegen durch die deutsche Außenpolitik Druck auf die USA, China und Indien auszuüben, Energie einzusparen, CO2-Emmissionen dauerhauft zu senken und präventiv den Folgen des globalen Klimawandels entgegenzutreten. Eine schwarz-gelbe Koalition bedeutet klimapolitischen Stillstand!
Wie eingangs gesagt: Selbst wenn die Grünen in der Opposition landen – gerade dann (!) – müssen sie stark im Parlament vertreten sein, um unsere Anliegen vorzutragen, um Schwarz-Gelb oder Schwarz-Rot daran zu erinnern, welche Themen noch neben Arbeitslosigkeit wichtig sind!
Deshalb meine Bitte an alle: Geht zur Wahl. Kreuzt mit der Erststimme für euren Direktkandidaten eurer Wahl, aber kreuzt bei der Zweitstimme Bündnis 90/Die Grünen an.
Danke und grüne Grüße, alles Gute an alle für morgen, Glück auf!

Grüne Außenpolitik ist verlässlich
Joschka Fischer und seine konstruktive Friedenspolitik sollen unser Land weiter begleiten! Es erforderte eine Menge Mut sich im Irak-Krieg gegen die amerikanische Position zu stellen und es wird noch eine Menge außenpolitischen Mutes bedürfen, wenn Bush und Condi total abdrehen und Syrien und den Iran genauso destabilisieren wie den Irak. Welche Folgen diese sinnlose Invasion im Irak nach sich zieht, sehen wir täglich in den grausamen Bildern aus Bagdad.
Im TV-Duell zwischen Schröder und Merkel wurde die Frage nach der Verantwortung des Chaos in New Orleans gefragt. Angie Merkel hat nicht mit einem Satz auch nur angedeutet, dass sie sich um Opfer und Leidende kümmert geschweige denn Fehler und Versäumnisse bei der US-Regierung zu suchen sind. Es kam mir so vor, als wenn ihr durch den Kopf gegangen wäre: “Sag bloß nichts Kritisches über George, Angela! Vorsicht! Was sag ich denn nun zu der Frage! Oje, oje!”
Merkel, lass uns in Frieden. Im übertragenen wie im wörtlichen Sinne. Wir brauchen keine speichelleckende Außenpolitik. Der derzeitige Präsident braucht mehr internationale Kritik und nicht weniger, damit er seine außenpolitische Irrfahrt beendet. Ja zu Grün und Ja zu Joschka Fischer.
Deshalb: Zweitstimme Bündnis90/Die Grünen

Amerikanische Verhältnisse scheinen uns nicht nur politisch zu drohen. Inzwischen konzentrieren unsere Medien ihre Berichterstattung auf das inzwischen ätzende Geplänkel zwischen Merkel und Schröder. Kleinere Parteien fallen da schnell aus dem Blickwinkel – nicht zuletzt aus jenem des Wählers.
Nicht nur als grünes Parteimitglied fällt mir da auf, dass wichtige Themenkomplexe in den letzten Wochen vor der Wahl am 18. September unter den Tisch gekehrt werden. Wütend, dass die Grünen (die viele wichtige Veränderungen in diesem Land bewirkt haben) in den Umfragen verlieren, habe ich mich dazu entschlossen hier ungeschminkten Wahlkampf zu starten. Also: GRÜN WÄHLEN!
Warum? Das erfährt man auf gutdenker.de in den nächsten Tagen.
Heute: Gegen den Beckstein´schen Überwachungsstaat!




