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Heute gehen die Olympischen Spiele 2008 in China zuende. Die Abschlussfeier im "Vogelnest"-Stadion läuft gerade und es ist Zeit den Chinesen zu danken:

Vielen Dank für diese tollen Olympischen Spiele! Ich hätte im Vorfeld nie gedacht, dass die Spiele so gut geplant, so gut organisiert sein würden. War positiv überraschend. Die Eröffnungsshow war fabelhaft und die Abschlussshow, die gerade läuft ist einfach bezaubernd.

Großartige Olympische Spiele und ein sehr guter Gastgeber 2008. Das haben nicht nur Besucher aus Deutschland und Europa und den USA festgestellt, sondern auch die Sportler selbst, so zum Beispiel der deutsch-österreichische Gewichtheber Steiner.

Nebenbei bemerkt, möchte ich sagen wie sehr ich mich über die Berichterstattung von ARD und ZDF geärgert habe. Ich habe selten so viel journalistischen Schwachsinn gehört. Jeden Tag gab es entweder journalistischen Non-Sense, fehlende oder verzerrte Informationen (überwiegend durch Dummheit und Beschränktheit der Redaktionen). Ich habe mich unzählige Male geschämt für die geringe journalistische Qualität einiger Beiträge von ARD und ZDF. Selbst wenn man sich nur auf die sportliche Berichterstattung beschränkte, waren die Redaktionen oft mangelhaft bis ungenügend.

Freuen wir uns nun gemeinsam auf London 2012! Hoffe, dass viele Chinesen auch dorthin kommen werden.

Gruß
Peter

Trivia

Welches kleine, international unbedeutende Land zwischen Polen und den Niederlanden, welches ausschließlich von Miesmachern und Korinthenkackern bewohnt wird, hat am 8. August 2008 die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Beijing boykottiert und niemandem auf der Welt ist es aufgefallen?

Herzlichen Glückwunsch Deutschland, du bist deiner Bedeutungslosigkeit ein Stückchen näher und deine Kanzlerin Merkel hat gestern ein Zeichen dafür gesetzt. Ein Spiegelbild des innerpolitischen Status-Quo Deutschlands.

Ein sehr interessantes Interview führte Sandra Maischberger am 20. Mai 2008 mit Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) im deutschen Fernsehen (ARD). Dabei spricht Helmut Schmidt über Chinas Geschichte, Chancen auf politische Liberalisierung und "Glasnost" in China und die internationalen Beziehungen.

Das Interview ist hier zu finden in der neuen ARD-Mediathek.

Ein interessantes, englischsprachiges, Video über die Textilindustrie in China wo der Grossteil unserer Kleidung produziert wird. Ich dachte immer, dass Burberry in England produziert, das würde zumindest die horrenden Preise erklären, aber weit gefehlt.

The Burberry factory in Treorchy, Wales, closed down to much protest last year - but what happened after? In this pod we visit the Chinese factory and find that the same has happened again, with Chinese factory workers near the city losing their jobs as cheaper rural factories means the factory has moved again... Patrick Carr auf Current TV

Sowas ähnliches hatte ich schon bei mir auf dem Blog angemerkt, ich wundere mich immer wohin die Karawane hinziehen wird wenn sie mit Afrika fertig ist. Zu uns?

prochina-1.jpg Ein fast schon genialer Artikel bei der Welt.de, da fragt man sich wieso die Welt so was nicht früher veröffentlichen konnte, bevor die Hysterie in Deutschland ausbrach. Ich kann alles gesagte dort 100% unterstützen.

Vor Olympia richten sich die Augen der Welt schon jetzt auf China. Auf WELT ONLINE gibt ein chinesischer Intellektueller Einblick in die Gemütslage seiner Landleute. Er erklärt, warum Chinesen ihr Land lieben, warum sich niemand für Pressefreiheit interessiert und warum niemand den Dalai Lama wählen würde.

Schade nur dass sich schon die meisten in ihren Meinungen verbohrt haben und sich von nichts mehr bekehren lassen. Der Artikel würde übrigens sicherlich auch einigen Kommentatoren bei Stern etwas Licht ins Dunkeln bringen die sinnlos vor sich hin phantasieren ohne genaueres über China zu wissen ausser das was sie aus RTL und anderen Medien mitgenommen haben.

Bild: pierre pouliquin

Wie wir momentan einer prächtigen Gehirnwäsche unterzogen werden, kann man schön den Meldungen der letzten Tage entnehmen. Um mal einen Beispiel zu zeigen: der Mutterkonzern Telefónica O2 Europe hat Huawei damit beauftragt, u.a. das O2 Netz in Deutschland durch die Chinesen ausbauen zu lassen.
Normalerweise würde ich es so stehen lassen, aber aufgrund der hitzigen Debatten der letzten Tage sehe ich mich gezwungen meinen Senf dazu zu geben.

spiegelscan.jpgWenn man der Medienwelt, den Foren und den Blogs etwas Glauben schenkt, dann ist China eines der totalitärsten/ kommunistischsten/ nationalistischsten (man kann sich nicht einigen) Länder dieser Welt, welches sich an keine Wirtschaftsregeln hält, westliche Technologie anscheinend ausspioniert was das Zeug hält, seine Bürger brutalst unterdrückt und kontrolliert und überhaupt der schlimmste Verbrecher der heutigen Zeit ist. Und nun kommen wir zu meinem Punkt: Wenn also, diese Chinesen so absolut diabolisch sind wie die Medien und Politik es uns immer klarmachen wollen, wieso pumpen sie zur selben Zeit Milliarden in diesen Staat? Und wieso überlassen sie unser "demokratisches" Telekommmunikationsnetz Firmen deren Chefs Mitglieder der Partei sind? Das wäre doch das dümmste was man machen könnte, nicht? Da alle Chinesen nur einen Zweck im Leben haben, uns auszuspionieren, wäre das ja ein perfekter Trojaner für die Chinesen um uns auch das allerletztes Geheimnis zu klauen.

Also, irgendjemand hier ist der Dumme. Entweder die Wirtschaftsbosse, Medien und Politik oder der gemeine Bürger, der gerade das Wochenende damit verbracht hat draussen in der Kälte gegen die Chinesen zu protestieren, sein Geld am Kiosk lässt um sich auf den neuesten Stand der Leiden der Tibeten & Co zu bringen und sich den Olympiasommer selber durch Boykotte verderben wird (der sowieso kaum etwas bringt). Also, es ist schwer, ich kann mich wirklich nicht entscheiden wer hier von wem veräppelt wird.

Aber, das Ergebnis wird wie immer aussehen. Politik/ Wirtschaft: 1 - Das Volk: 0.

Bild: Scan der Spiegel-Titelseite, 35/2007

Die Verteufelung Chinas

china beijing 2008 olympics olympia boycott
Da eigentlich zum Thema nicht viel mehr zu sagen habe als es schon in den folgenden Artikeln gesagt wurde, lasse ich es. Die Schafe die sich durch die Medien und Politik instrumentalisieren lassen, werden ohnehin dies nicht lesen weil sie schon eine Meinung haben, bzw. gesagt bekamen.

Hysterisches Verhalten des Westens: Die Verteufelung Chinas
Das Chinabild in den westlichen Medien hat zurzeit einen traurigen Tiefpunkt erreicht. Das ist nicht zufällig und hat auch nicht nur mit den jüngsten Protesten von Tibetern in China zu tun. Es ist zugleich Ausdruck des Umschlagens des idealisierten und positiven Chinabildes der 90er-Jahre in ein negatives Zerrbild. "Chinas Aufstieg ist Deutschlands Abstieg", "Weltkrieg mit den Asiaten um Wohlstand", "Gelbe Spione" sind nur einige Beispiele für medienwirksame Schlagzeilen in den letzten Jahren.
Einig gegen den Westen
Die Proteste, die den Lauf des olympischen Feuers begleiten, lösen in China Verbitterung aus. Auch bei Regimekritikern.
Der Westen beeindruckt China längst nicht mehr
Die Tibet-Debatte klingt zwar noch nicht ab, aber die über einen Olympia-Boykott hat an Schwung und Fürsprechern verloren. Im Westen wird gern vergessen, dass sich China durch äußeren Druck noch nie zu willfährigem Verhalten zwingen ließ. Die größten Veränderungen im Reich der Mitte kamen stets von innen her, sagt der China-Analytiker Frank Sieren.
Interview mit Helmut Schmidt: Wir sehen China ganz falsch
Fünfzehn Mal besuchte der Altbundeskanzler China. Im Gespräch mit unserer Zeitung warnt Helmut Schmidt davor, das Riesenreich an den Maßstäben westlicher Erwartungen zu messen. Eine „Demokratisierung" nach amerikanischen Vorbild schließt der China-Kenner aus. Das Land werde seinen eigenen Weg gehen.
Interview: 'Friedliches Tibet ist ein Mythos'
Tibet haftet ein Bild von Gewaltlosigkeit und Frieden an. Alles Täuschung, behauptet der US-Historiker Tom Grunfeld im Interview mit FOCUS-Korrespondent Jürgen Schönstein.

Zwei ältere Artikel aus 1959 und 1975:

Wie das Orakel meint
In Tibet, wo in den letzten Wochen Mönche und Berghirten einen Partisanenkrieg gegen die Chinesen führten, werden schwerwiegende politische Entschlüsse gewöhnlich nicht ohne den erprobten Rat eines staatlich angestellten Orakels gefaßt.
Aktion am Unterleib
Jahrelang schürte Amerikas CIA den Widerstand der Tibeter gegen die Chinesen: Die Amerikaner lieferten Waffen, gaben Geld und bildeten Kämpfer in den USA aus.

Zum Schluss noch, eine Aufforderung sich mit dem Dalai Lama kritisch auseinander zu setzen, und z.B. seine Exil-Tibetanische Verfassung lesen und sich Gedanken dazu machen, was sie nach demokatischen Masstäben für die Bevölkerung bedeuten würde (Siehe auch die Diskussion auf Wikipedia).

Essay: Der Eskapismus der Gutmenschen
Der Dalai Lama ist zur Popkulturfigur des Westens geworden. Mit einer Mischung aus Ignoranz und Treuherzigkeit wird er besonders in Deutschland geradezu angebetet. Eine kritische Betrachtung des Buddhismus kommt dabei zu kurz.

Bild: loremipsum

Flugzeug_Las_Vegas_Landung.jpgCO2-neutrale Flugzeuge! Endlich! Mit ruhigem Gewissen mit dem Around-the-world-Ticket um die Welt düsen! Bisher ist der CO2-Ausstoß von Passagierflugzeugen selbst auf die Fluggäste verteilt exorbitant hoch gewesen. Das dürfte sich in den nächsten Jahren schnell ändern.

Irgendwie dachte ich mir schon, dass es ja wohl kein Problem sein dürfte mit Ökosprit zu fliegen. Es war also nur eine Frage der Zeit bis auch die Flugindustrie nach Alternativen zum zur Neige gehenden Öl sucht und sie auch findet.

Hoffen wir, dass Airbus und Boeing auch Tempo machen und diesen Ökosprit zügig auch breitflächig einsetzen werden. Im Hinblick auf den Klimawandel ist CO2-neutrales Fliegen längst überfällig.

Wir können also durchatmen und den Chinesen ihre 97 neuen Flughäfen herzlich gönnen!  :D





Wer kennt sie nicht? Die Pommesbude an der Ecke. Currywurst, Frittenfett und Senf sind typische Merkmale der europäischen Antwort auf den kleinen Hunger unterwegs.

Paule ist ja mal wieder bei den Kommunisten unterwegs. Grund genug nachzudenken, was er so für Optionen hat, wenn unterwegs zwischen Baustellen und Wolkenkratzern der Bauch brummt.

Heute stelle ich eine erste Option vor. Bei Anblick des Fotos stellen sich gleich mehrere Fragen, die nur der Fotograf selbst beantworten kann: Was zur Hölle ist das Zeug auf dem krebserregend schwarzen Rost über dem Wok? Und vor allem, wonach schmeckt es? Falls der Fotograf noch nicht probiert haben sollte, ist das gefälligst schnellstens nachzuholen!!!

Der Typ rechts im Bild mit dem ausgestreckten Zeigefinger scheint ein kommunaler Beamter vom örtlichen Gesundheitsamt in zivil zu sein, nehm ich an.

"Hey, Mister Djinjiong! Ich bin vom Gesundheitsamt. Unglaubliche hygienische Zustände hier! HEY SIE DA, JA SIE EUROPÄER DA! KAMERA AUS! Das ist alles beschlagnahmt!!..........................Mein Chef hat Hunger......."

:D

Stra�enimbiss in Shanghai


Wir sind alle gespannt auf die Antworten des Fotografen und weitere Neuigkeiten aus der kulinarischen Welt Chinas.

Bücher, günstig.

Heute habe ich mir paar Bücher gekauft. Und zwar von einem von diesen Herrn (3 solche Stände):

Es sind natürlich keine Originale, sondern Fakes. Billige Nachdrucke für 1EUR das Stück.

Internationale Bestseller dürfen natürlich nicht fehlen. Dan Brown und Harry Potter, in Englisch und Chinesisch:

Nur für's Foto, das neue Harry Potter Buch:

Zum Schluss eine Leckerei aus dem Supermarkt, Lays Kartoffelchips, Grüner Tee Geschmack.

Schanghai...

Da ich im Moment unter Schreibblockade leide, hier ein paar Fotos aus Schanghai:


Hübsche Teddy Lautsprecher.


USB "Playstation" Controller.


Original Sony Ericsson W800 ZTC FM610. Es gibt auch ein zweites Original "W800" von CECT, leicht andere Beschriftung. W800 ist für ca. RMB 3800 zu haben.


Schlangen bei Pizza Hut (Beliebter Treffpunkt um mit freunden eine Cola oder Café zu trinken)


Mutanten-Pizza bei Pizza Hut


Warum man Windows nicht für professionelle Zwecke benutzen sollte... (Normalerweise läuft da Werbung, TV, oder interaktive Schanghai Infos)

Ein Sonntag in China

...oder: Warum es der Deutschen Wirtschaft schlecht geht.


Bin mal gespannt was die da machen. Aber bitte, debattiert weiter ob eine 40 Arbeitsstunden Woche für die Arbeitnehmer zumutbar ist oder nicht.